Nach langen Verhandlungen

Wohnungen im Hochhausviertel Planie: Stadt kauft doch nicht

Puchheim – Nach längeren Verhandlungen mit der Wohnungsgesellschaft „DWRE Alpha“ will die Stadt nun doch auf ihr Vorkaufsrecht für rund 100 Wohnungen im Hochhausviertel Planie verzichten.

Mit dem Tochter-Unternehmen der börsennotierten Immobiliengesellschaft „Deutsche Wohnen“ wurde ein städtebaulicher Vertrag geschlossen, der nun auch vom Puchheimer Stadtrat gebilligt wurde.

Darin verpflichtet sich die DWRE sowohl zu Sanierungen, insbesondere energetischer Art, in ihren insgesamt 400 Wohnungen in der Planie, aber auch zu Aufwertungen im Außenraum wie auch zu Verbesserungen der jeweiligen Haus-Infrastruktur. Dazu zählen beispielsweise Aufzüge und Keller. Einen ersten, von dem Unternehmen vorgelegten Entwurf, hatte der Stadtrat noch vor einem Monat als zu unverbindlich abgelehnt. Danach wurde weiter verhandelt.

Was genau die Gesellschaft tun muss, ist teils vertraglich fixiert, teilweise aber auch eher unbestimmt. Über eine „ansprechende“ Gestaltung der Hauseingänge beispielsweise könnten die Ansichten auseinandergehen. Bürgermeister Norbert Seidl verwies gegenüber dem Tagblatt aber darauf, dass das Vorkaufsrecht auch nur dann greifen könne, wenn die Partner keinerlei Bereitschaft zeigten, etwas für die Wohnqualität zu tun. Das Viertel mit seinen rund 3000 Bewohnern war vor zwei Jahren offiziell zum Sanierungsgebiet erklärt worden. Dadurch erhielt die Stadt die Möglichkeit, bei einem Weiterverkauf von Immobilien selbst als Käufer aufzutreten. Für 100 der 400 DWRE-Wohnungen an Adenauer- und Heußstraße wurde dieser Anspruch angemeldet.

Seidl spricht davon, dass mit der Gesellschaft inzwischen ein Verhältnis erreicht sei, die eine künftige Kooperation ermögliche. Die Kosten für wirkliche Sanierungen, nicht für ebenfalls überfällige Instandsetzungen oder Reparaturen, können auf die Mieter umgelegt werden. „Wir brauchen keine de-Luxe-Sanierung“, beruhigt allerdings der Bürgermeister. „Es muss nur besser werden.“ Was genau geplant ist, wollen Stadt und Wohnungsgesellschaft noch öffentlich machen. (op)

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