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Leihräder in München.

Puchheim

Zwölf Standorte für Leihräder entstehen

In Puchheim sollen mehrere sogenannte Mobilitätsstationen entstehen. An denen können Fahrräder und im Einzelfall auch Autos ausgeliehen werden.

Puchheim – Der Planungsausschuss des Stadtrats hat jetzt eine Liste von insgesamt zwölf Standorten gebilligt, an denen zwischen 75 und 85 Mieträder zur Verfügung stehen sollen. An drei Plätzen (Bahnhof-Nord- und Südseite sowie Kriegerdenkmal in Puchheim-Ort) könnten – sofern sich ein Anbieter findet –auch Car-Sharing-Fahrzeuge auf Nutzer warten. Die Stadt rechnet mit Anfangsinvestitionen von 300 000 Euro.

Mehrzahl im Puchheimer Norden

Die Mehrzahl dieser Verknüpfungspunkte, die den Umstieg zu oder von Bus und S-Bahn erlauben sollen, liegt im Puchheimer Norden. So etwa am AEZ, beim Sportzentrum oder an der Mittelschule. Aber auch in der Nordendstraße und im nahen Gewerbegebiet Nord sind Ständer mit Fahrrädern geplant. In Puchheim-Ort wäre außerdem die Laurenzer Schule ein Standort, südlich der Bahn gibt es bisher nur zwei Vorschläge: Gegenüber dem PUC und im Ikarus-Park. Eine im Ausschuss vorgeschlagene Station in der Planie gilt wegen der Nähe zum Bahnhof als wenig sinnvoll. Dagegen soll noch geprüft werden, ob sich nicht der Schopflach-Friedhof anbieten würde. Teilweise müssen noch Grundstücksverhandlungen mit den Eigentümern geführt werden, teilweise sind Eigentümer sogar bereit, für ihre Gäste Platz abzutreten, wie beim Hotel Seidl.

Vernetztes System

Die Mobilitätsstationen sind weniger für Puchheimer gedacht, die in der Stadt ohnehin mit dem eigenen Radl oder dem Bus unterwegs sind. Wenngleich es für den Bürger ohne eigenes Fahrrad mit einem Leihradl einfacher sein könnte, etwa von der Lochhauser Straße nach Puchheim-Ort zu kommen, wie Bürgermeister Norbert Seidl anmerkte. Mit dem Bus müsse man „dreimal umsteigen“. Wohl aber könnten die Puchheimer in einem vernetzten System mit möglichst vielen teilnehmenden Kommunen am Ausstiegsbahnhof im MVV-Bereich aufs gemietete Radl wechseln – um zur Arbeitsstelle zu kommen oder einen Ausflug zu machen. Umgekehrt kann sich der auswärtige Besucher auf den Sattel schwingen und Puchheim erkunden.

Die Höhe der Gebühren ist noch nicht bekannt, es soll allerdings eine Gratis-Benutzungszeit von einer halben Stunde geben. Die Räder müssen am Ausleihpunkt oder einer anderen Station zurückgegeben werden, anderenfalls droht eine Rückführungsgebühr. Wild abgestellte Vehikel, die – so eine Befürchtung im Ausschuss – wie in München ganze Stadtviertel vermüllen, sollte es in Puchheim deshalb nicht geben. Die ersten Mobilitätsstationen sollen frühestens im Sommer 2021 betriebsbereit sein. (op)

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