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Nach der Wahl: (Vorne v.l.) Der scheidende Obmann Johann Drexl, der neue Obmann Georg Huber und Stellvertreter Johann Wörle. Hinten (v.l.) BBV-Geschäftsstellenleiterin Simone Strobel mit den Beiräten Matthias Heitmayr, Werner Kirmair, Johann Widmann, Josef Robeller und Alexander Rasch. 

Die Ortsobmänner haben gewählt

Puchheimer wird Bauern-Chef

Wechsel an der Spitze des Bauernverbands im Landkreis: Nach zehn Jahren übergibt Johann Drexl das Amt. Der Puchheimer Landwirt Georg Huber steht den Bauern künftig vor. Zur neuen Kreisbäuerin (siehe Kasten) wurde Karin Sepp gewählt.

Mammendorf – „Jetzt weiß ich, wie’s ist, wenn’s ans Übergeben geht,“ sagte der scheidende Kreisobmann Johann Drexl bei der Versammlung der Ortsobmänner im Mammendorfer Bürgerhaus. Drexls Georg Huber (42) betreibt in Puchheim-Ort einen Ackerbaubetrieb mit Pferdepensionshaltung und ist seit 2001 Puchheimer Ortsobmann.

In seiner Rückschau betonte der Hattenhofener Landwirt Drexl: „Wir hatten in diesen zehn Jahren schwierige Kämpfe durchzustehen und die nächsten Jahre könnten noch schwieriger werden.“ Denn: Immer öfter stünden landwirtschaftliche Betriebe in der Kritik, weil sie „politisch gewollt immer größer werden und die Kleinen zusehends weichen müssen.“

Den Verbrauchern sei dennoch oft schwer zu vermitteln, warum die Ställe der bäuerlichen Betriebe in ihrer direkten Nachbarschaft immer größer dimensioniert sein müssten.

Drexl erinnerte aber auch an die Einweihung des grünen Zentrums mitsamt Landwirtschaftsschule in Puch : „Wir haben die Schule immer voll gekriegt und es ist wichtig, dass es künftig so weitergeht.“ Drexl forderte auch eine Besserstellung der Tierhalter, die sehr viele Auflagen zu erfüllen hätten, wobei nur vom Ackerbau kaum ein Landwirt mehr leben könne.

Sein Nachfolger Georg Huber setzt auch auf Tiere – allerdings auf Pferde. Ein weiteres Standbein des Betriebes ist die Kräuteria seiner Ehefrau Christine. Hier kann man Seminare oder Meetings samt integrierter Erlebnisküche und/oder Koch- und Backkurs buchen.

Der oberbayerische Bauernverbands-Chef, Walther Pittroff, betonte, dass die Bauern in den Orts- oder Kreisverbänden etwas bewegen könnten und diese Chancen auch wahrnehmen sollten. „Die Kreisobmänner sind die Bindeglieder zu den Ortsobmännern, sie sind bayernweit viel unterwegs und stehen in direktem Kontakt zu Entscheidern; nutzt deren Erfahrungen.“

Den Bauern aus dem Brucker Land riet er, nicht nur das eigene Betriebsfeld im Auge zu haben, sondern gemeinsam als starke Berufsgemeinschaft aufzutreten, denn: „Ob Grünland, Ackerbau, Energiewirtschaft oder Viehhaltung – Bayerns Landwirtschaft ist vielfältig und ihr müsst zusammenhalten und Eure unterschiedlichen Interessen gemeinsam vertreten.“

Bei der Wahl des neuen Kreisobmanns stimmten von 43 Wahlberechtigten 42 geschlossen für Ackerbauer Georg Huber – er wurde also mit nur einer Enthaltung ins Amt gewählt. Wobei: Georg Huber kommentierte: „Die Enthaltungsstimme kam gar nicht mal von mir, weil wenn ich mich schon zur Wahl stelle, dann wähle ich mich auch selbst.“

Das ist die neue Kreisbäuerin

Auch die Kreisbäuerin wurde am Freitag in Mammendorf neu gewählt. Gabi Waldleitner aus Hattenhofen verabschiedete sich nach zehn Jahren aus dem Amt. Neue Kreisbäuerin ist nun Karin Sepp (Germering). Von 40 stimmberechtigten Landfrauen gaben 33 Bäuerinnen der Germeringer Landwirtin ihre Stimme – bei fünf Enthaltungen und zwei Gegenstimmen. Mit den Worten: „Ich war überrascht, dass ich vorgeschlagen wurde und ich freue mich auf die neuen Herausforderungen als Kreisbäuerin“, nahm die 59-Jährige Karin Sepp das Amt an. Den Hof „Beim Joche“ haben sie und ihr Mann Herbert vor 30 Jahren übernommen – vor fünf Jahren übergaben sie die Landwirtschaft an ihren Sohn Herbert Sepp Junior. „Mich freut es, dass ich mit diesem Amt neue Leut’ kennenlernen kann“, betonte die Milchbäuerin, die auch einen Hofladen und das Hofcafé „Zum Joche“ betreibt. Als ihre Stellvertreterin wurde Margit Schmölzl aus Schöngeising im Amt bestätigt. Karin Sepp sitzt auch im Germeringer Stadtrat (ÖDP, Parteifreie). „Das Amt nach Gabi Waldleitner anzutreten, ist gar nicht so einfach – ich und die anderen Landfrauen haben sie als Mensch und ihren Einsatz als Kreisbäuerin immer sehr geschätzt“, betonte Karin Sepp nach ihrer Wahl zur neuen Kreisbäuerin

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