Flüchtlinge reparieren eigene und gespendete Räder

In Puchheim

Radlwerkstatt offiziell eröffnet

Puchheim – Bereits seit Mitte Februar läuft der Betrieb in der Fahrradwerkstatt des Asylhelferkreises. Nun wurde die Werkstatt offiziell eröffnet. In den Kellerräumen der Alten Schule am Grünen Markt mischten sich die geladenen Gäste direkt unter das Radlschrauber-Team.

 Auf diese Weise konnte das gemeinsame Reparieren der Räder durch die ehrenamtlichen Helfer und die Asylbewerber live miterlebt werden.

Anfang Dezember hatten erste Aufräumarbeiten in der Werkstatt durch Helfer und Flüchtlinge begonnen. In den darauffolgenden Wochen wurden die Renovierungsarbeiten vor allem an den Wochenenden fortgesetzt und viele Fahrradspenden gesammelt. Unter der Anleitung und der Mithilfe von ehrenamtlichen Mitarbeitern reparieren die Asylsuchenden nun in der Werkstatt ihre eigenen Räder sowie gespendete, noch nicht verkehrstaugliche Fahrräder.

Außerdem versorgt die Radlwerkstatt die Asylbewerber gegen einen finanziellen Beitrag, der je nach Zustand des jeweiligen Rades variiert, mit Fahrrädern. Die Flüchtlinge erhalten dann einen Vertrag, auf dem die Radgestellnummer sowie die äußeren Merkmale des Drahtesels beschrieben sind. Jedes Rad, das die Werkstatt verlässt, bekommt zudem noch einen Aufkleber der Stadt. Somit haben die Asylbewerber einen Nachweis , dass sie Besitzer des Fahrrades sind.

In der Werkstatt verbleiben dann ein Foto des Fahrrades, die Radgestellnummer sowie der Name des neuen Besitzers. Mit den durch den Verkauf der Räder eingenommenen Erlösen beschafft die Werkstatt neues Reparaturmaterial.

Auch Bürgermeister Norbert Seidl überzeugte sich bei der Eröffnung der Werkstatt vom Einsatz der Radlschrauber und den frisch renovierten Räumen. Er freute sich über das gelungene Projekt des gemeinschaftlichen Arbeitens der Helfer und der Flüchtlinge.  tb

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