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Dum-Bum: Der Knallkörper mit dem sprechenden Namen kann sehr gefährlich sein.

Dum-Bum-Böller

Rätsel um Knallerei in Germering ist gelöst

Germering - Das Rätsel um die laute Knallerei, die in der Nacht auf Sonntag etliche Germeringer aufgeschreckt hat, dürfte geklärt sein. Bei der Polizei hatten sich mehrere besorgte Bürger gemeldet.

Sie berichteten von Detonationen und von Feuerschein. Die Germeringer Polizei und Kollegen aus Pasing begaben sich auf die Suche, fanden aber nichts, was die Knallerei hätte erklären können. Jetzt meldete sich eine Frau in der Germeringer Inspektion, die Licht ins Dunkel brachte: Sie hatte am Birnbaumsteg am nordöstlichen Stadtrand einen vergleichsweise großen Böller gefunden, dessen Zündung nicht funktioniert hatte und der deshalb liegengeblieben war.

Wie die Polizei erklärt, handelt es sich dabei um ein tschechisches Produkt, das in Deutschland verboten ist. Es wurde von der die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) nicht zugelassen. Es gibt auch keine Gebrauchsanweisung in deutscher Sprache. Die akustische Wahrnehmung und die Wirkung dieser Böller unterscheide sich gravierend von üblichen Knallkörpern, berichtet Germerings Polizeisprecher Andreas Ruch. Das erkläre auch die Besorgnis vieler Bürger, die sich sicher waren, dass es sich um „etwas Größeres“ als Feuerwerkskörper gehandelt haben muss.

 Der tschechische Böller trägt den Namen „Dum-Bum“. In diesem Zusammenhang warnt die Polizei vor Knallkörpern dieser Art. Sie seien um ein Vielfaches gefährlicher als geprüfte Pyrotechnik. Explosionen solcher Knallkörper können gravierende Folgen haben. Denkbar sind Knalltraumata, Tinnitus, Verbrennungen, abgetrennte Gliedmaßen sowie Verätzungen der Augen, Haut und Atemwege

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