Beschluss des Wirtschaftsausschusses

S4: Regierung soll berichten

Fürstenfeldbruck/München - Die gestrichenen Stopps von Regionalzügen auf der S4 in Bruck beschäftigen nun die Staatsregierung. Der Wirtschaftsausschuss des Landtags hat  am Donnerstagvormittag einen entsprechenden Bericht eingefordert.

Über keinen Bahnabschnitt in ganz Bayern werde im Ausschuss so viel diskutiert wie über die S 4, merkte der Ausschussvorsitzende Erwin Huber (CSU) in der Diskussion laut Landtagsvizepräsident Reinhold Bocklet an. Bocklets Replik: Das beweist, dass es hier hakt.

Inhaltlich hat der Ausschuss die Regierung aufgefordert, zu berichten, "wie die Bedienung der Strecke der S4 einschließlich Fürstenfeldbruck mit einem ausreichenden Regionalexpress-Zugangebot sichergestellt werden kann".  Dieser Antrag der CSU wurde einstimmig angenommen.

Die Freien Wähler zogen ihren Antrag auf Zurücknahme des Skandalbeschlusses vom Dezember ihrerseits zurück. Angenommen wurde allerdings der zweite Teil des FW-Antrags, der ebenfalls einen Bericht forderte, wie Bocklet berichtet.

Die SPD-Fraktion haben ebenfalls ihren zugunsten des Haltepunkts Puchheim plädierenden Antrag nicht aufrecht erhalten. Sie bitte aber weiterhin um Prüfung.

Der Bericht der Regierung solle Ende April vorliegen, sagt Bocklet. Er begrüßte den einstimmigen Beschluss und betonte, dass an internen Regeln der Bahn eine kostengünstige Lösung für die Fahrgäste nicht scheitern dürfe und dass der Freistaat in der Frage der Förderung pragmatisch vorgehen müsse. Er berief sich auch auf die generelle Unterstützung des Anliegens durch Staatsminister Joachim Herrmann.

Die Bahn hatte argumentiert, mit den neuen Doppelstockzügen in Bruck wegen der Bahnsteighöhe nicht halten zu können. Andernorts gebe es solche Halts aber sehr wohl, so Bocklet.

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