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Der Juniorchor singt dem scheidenden Rektor ein Ständchen.

Gynasium Gröbenzell

Rektor in Ruhestand verabschiedet

Gröbenzell – „Vergiss mein nicht“. Mit diesen vertonten Worten verabschiedete sich der Juniorchor des Gröbenzeller Gymnasiums unter der Leitung von Stefan Grünfelder von seinem Direktor Hermann Baumgartner.

Knapp acht Jahre hat Baumgartner die Schule geleitet. Mitte Februar geht er in den Ruhestand. Auf eigenen Wunsch etwas früher als er müsste. Seinen 65. Geburtstag feiert Baumgartner im Mai, seine Arbeitszeit endet eigentlich im Oktober. Doch für ihn steht fest: „Man soll die Party verlassen, wenn es am schönsten ist“.

Mit viel Lob gewürzt und mit so mancher Anspielung auf die Figur des vollschlanken Baumgartners und sein großes Hobby, das Segeln, wurde der noch 64-jährige Oberstudiendirektor gestern vom direkten Vorgesetzten, Stellvertreter, Schülern, Lehren, Elternvertretern, Landrat Thomas Karmasin, Bürgermeister Martin Schäfer und früheren Kollegen seiner einstigen Schule, dem Kurt-Huber-Gymnasium in Gräfelfing, verabschiedet.

Baumgartners direkter Dienstvorgesetzter, der Ministerialbeauftragte für die Gymnasien Oberbayern-West, Stephan Zahlhaas offenbarte so manchen Eintrag aus der Personalakte. Vorgesetzte hatten danach nicht nur dessen Menschlichkeit, seinen Humor und seine sympathische Ausstrahlung erwähnt, sondern bereits früh dessen Führungseigenschaften erkannt. Wie ein Eintrag aus dem Jahr 1993 beweist. Bereits damals war ihm die besondere Eignung für höhere Aufgaben attestiert worden.

Baumgartners Stellvertreter Boris Hackl verriet das oberste Motto seines NochChefs: „Jeder sollte die Schule gerne betreten.“ Baumgartner habe sich immer für eine mitmenschliche Schule eingesetzt, sagt er weiter.

Der Personalratsvorsitzende Peter Kleinknecht erinnerte sich aus Sicht der Lehrer an seinen scheidenden Chef. Er wusste noch, dass dieser sich als Lotse und Steuermann und nicht als Kapitän im Sommer 2008 in Gröbenzell vorgestellt habe. Kleinknecht erinnerte aber auch daran, dass nicht jede Entscheidung Baumgartners bei allen Lehrern gut ankam.

Beispielsweise als er dem Kollegium den Koch Alfons Schubeck, „den Gottvater der Omega-3-Fettsäuren“ so Kleinknecht, als Berater für die Mensa vorstellte. Eine Entscheidung, die aufgrund Schubecks „menschverachtenden Umgangs mit Untergebenen“ nicht von allen Mitarbeitern begrüßt worden sei. (sus)

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