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Plan gescheitert: Zwei Restauratoren vor dem Mosaik, das den Eingang des Gebäudes schmückt. 

Am ehemaligen Altenheim Don Bosco 

Rettung von Mosaik schwieriger als gedacht

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Die Zeit drängt: Gemeinsam wollen die Bürgerstiftung und die Stadtkirche Germering das Mosaik des Künstlers Josef Dering am ehemaligen Altenheim Don Bosco vor der Zerstörung retten. Doch das Vorhaben gestaltet sich schwieriger als gedacht.

Von Thomas Radlmaier

Germering/Fürstenfeldbruck – Die Uhr tickt: Die Abrissarbeiten an dem ehemaligen Altenheim Don Bosco, in dem momentan noch rund 30 Flüchtlinge leben, beginnen am Montag, 3. April. „Bis dahin muss das Ding weg sein“, sagt Dorothee von Bary, die Vorsitzende der Bürgerstiftung Fürstenfeldbruck.

Das Ding, das ist das Mosaik des Künstlers Josef Dering. Es schmückt den Eingang des ehemaligen Altenheims in der Parkstraße. Wie berichtet, will die Caritas das Gebäude abreißen und anschließend neu aufbauen, um dort wieder Senioren unterbringen zu können. Ob das Mosaik mit dem Haus dem Erdboden gleichgemacht wird, ist weiterhin unklar.

Die Bürgerstiftung, die Derings Nachlass verwaltet, und die Stadtkirche hatten sich bereit erklärt, Spenden für den Erhalt des Kunstwerks zu sammeln, um es vor der Zerstörung zu retten. Der Restaurator Peter van Treeck schätzte die Kosten auf 12 000 Euro. Seine Idee war, mit einer speziellen Flex das Mosaik aus der Kleber-Mörtel-Schicht herauszufräsen und die vielen Einzelteile Stück für Stück abzutragen. Doch das Vorhaben scheint nun zunächst einmal gescheitert.

Am Montag wurde die Beschaffenheit des Mosaiks überprüft. Am Nachmittag war schließlich klar: Der ursprüngliche Plan muss verworfen werden. Offenbar würde das Glas zerbröseln bei dem Versuch, das Mosaik zu lösen. Nun stehen weitere Untersuchungen an. Nachdem Dorothee von Bary am Montagnachmittag einen Anruf vom Restaurator erhielt, fuhr sie umgehend von Fürstenfeldbruck nach Germering, um sich selbst ein Bild von der Lage zu machen. Momentan sei unklar, ob man das Mosaik retten kann, sagt sie.

Am heutigen Dienstag erhält sie die Adresse von einem Betonschneider. Dieser könnte das Mosaik als Ganzes aus der Wand herausschneiden. Er ist die letzte Hoffnung für das Kunstwerk von Josef Dering, der seit 1999 tot ist und den von Bary den „bedeutendsten Künstler des Landkreises im 20. Jahrhundert“ nennt.

Eigentlich wollten von Bary und Ines Berens von der Stadtkirche Germering eine Spendenkampagne starten. Aus diesem Grund war am Montagvormittag eine Pressekonferenz im Büro der Bürgerstiftung in Fürstenfeldbruck anberaumt worden. Ein Spendenkonto war bereits eingerichtet, Handzettel gedruckt. Auf denen steht: „Die Bürgerstiftung sieht es als ihre Aufgabe, alles daran zu setzen, das Mosaik zu retten.“ Zudem wollte man Privatmenschen, das Landratsamt oder das Amt für Denkmalschutz anschreiben. Die Spendernamen sollten auf einer Tafel stehen, die neben dem Mosaik im neuen Altenheim angebracht werden sollte. Doch am Montagnachmittag muss von Bary den Spendenaufruf wegen der neuen Entwicklungen bereits nach wenigen Stunden wieder stoppen. „Ich möchte kein Geld auf dem Konto sehen, dass ich nicht verwenden kann“, sagt sie.

Es ist ein Rückschlag für alle, die sich für das Vermächtnis von Josef Dering einsetzen – und die Zeit wird knapp. Sollte man das Mosaik doch noch irgendwie aus der Wand herausschneiden können, wäre das freilich teuer. Das nötige Geld müsste bis Ende März zusammengetragen werden. Ansonsten droht ein Teil von Derings Vermächtnis, im Bauschutt zu verschwinden.

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