Noch wird an der Ricarda-Huch-Straße gebaut. Ab September sollen die ersten Kinder in der Krippe spielen.

Richtfest am Krippen-Rohbau

Fürstenfeldbruck - 40 Betreuungsplätze sollen auf knapp 900 Quadratmetern in der Ricarda-Huch-Straße entstehen. Jetzt wurde Richtfest gefeiert.

Noch pfeift der Wind durch den Rohbau in der Ricarda-Huch-Straße und es ist eiskalt. Doch bereits im Herbst eröffnet dort die neue Krippe der Stiftung Kinderhilfe. „Dabei glänzt nicht nur die Verpackung - auch das Konzept überzeugt durch seinen integrativen Ansatz“, meint Vorstandsvorsitzender Jost Brockmann beim Richtfest.

Der Neubau ist nach umweltbewussten und nachhaltigen Kriterien enstanden, die Investitionen der Kinderhilfe liegen bei 3,5 Millionen Euro. Bezuschusst wird die Einrichtung durch das Krippenförderprogramm der Bundesregierung, der Stadt und der Aktion Mensch. Auf fast 900 Quadratmeter Fläche bietet die Stiftung 40 Krippenplätze an, darunter zehn integrative. Die Kinder werden in vier Gruppen mit jeweils drei Erzieherinnen aufgeteilt. „Die Stiftung Kinderhilfe kann auf umfassende, langjährige Erfahrung und pädagogisches Fachwissen zurückgreifen“ , sagt Brockmann, „Auch Regelkinder können sehr stark von einem Platz in einer integrativen Einrichtung profitieren.“

Oberbürgermeister Sepp Kellerer zeigt sich dankbar über die weiteren Betreuungsplätze in der Stadt: „Das großzügige Haus wird ein idealer Platz für Kinder.“ Das Gebäude ist barrierefrei, Rampen verbinden die Stockwerke. Neben den üblichen Schlaf- und Gruppenräumen können die Kinder in Therapieräumen zur Ruhe kommen. Eine Besonderheit ist der „Snoezelenraum“: Ein gemütliches Zimmer, in dem die Kleinen umgeben von leisen Melodien und sanften Düften Lichteffekte betrachten können. „Snoezelen führt zu einem unglaublichen Wohlgefühl der Kinder“, meint Brockmann.

Zudem bietet ein geräumiges Bad Platz für Wasserspiele: „Dort soll nicht nur Händewaschen stattfinden. Die Kinder dürfen pritscheln, mit Rasierschaum experimentieren und die große Badewanne ausprobieren. Wassererfahrung ist gerade für Kleinkinder sehr wichtig“, erklärt Leiterin Sybille Lindstedt. Auch eine große Südterrasse sowie ein Gartengelände gehören zu der Krippe. Von der Decke baumeln Lichter und Hängepflanzen, einige Wände werden begrünt. „Wenn’s zu keiner Überschwemmung oder sonstiger Katastrophe kommt, werden ab September die ersten Kinder hier spielen“, hofft Lindstedt.

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