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So soll die Bebauung im Brucker Westen aussehen: Links ist das Areal, auf dem bisher eine Aldi-Filiale angesiedelt ist. Der Gebäude-Komplex rechts im Bild entsteht dort, wo jetzt der AEZ-Getränkemarkt beheimatet ist. Daneben in grau sieht man das bestehende AEZ-Center.

Neben dem Einkaufscenter

Riesen-Projekt: Das wird im Brucker Westen gebaut

Das Rathaus nimmt ein Großprojekt in Angriff. Auf dem Gelände neben dem Einkaufscenter im Brucker Westen entstehen drei mächtige Gebäude mit mehr als 150 Wohnungen und Gewerbe. Die Pläne für den Bau auf der Fläche gegenüber des Technomarktes liegen zurzeit allerdings auf Eis.

Fürstenfeldbruck Es wurde überlegt und geplant – jetzt geht es langsam an die Umsetzung. In absehbarer Zukunft will die Stadt das Großbauprojekt neben dem Center Buchenau umsetzen. Der Stadtrat hat die Aufstellung des nötigen Bebauungsplanes einstimmig gebilligt.

Man wolle dort ein „angemessen belebtes städtisches Umfeld“ schaffen, sagte Stadtbaurat Martin Kornacher. Das Gelände solle urbanisiert werden. Dafür wird das Areal östlich der Industriestraße – momentan befinden sich dort Aldi und AEZ-Getränkemarkt – komplett umgebaut.

Auf der Fläche zwischen der Sportschule und dem bestehenden Einkaufscenter sollen drei völlig neue Gebäudeblöcke entstehen. In diesen werden etwa 150 Wohnungen errichtet, darunter einige für Menschen, die weniger Geld verdienen. Außerdem kommt dort auch Gewerbe unter.

Ein langgezogenes Haus soll das Einkaufszentrum erweitern. Die zwei anderen Gebäudeblöcke haben eine U-Form, in der Mitte befindet sich je ein Innenhof. Beide Häuser sind ganze fünf Stockwerke hoch. In dem südlichen Gebäude, das näher am Einkaufscenter ist, werden Aldi und AEZ-Getränkemarkt unterkommen. Komplett dem Wohnen gewidmet ist dagegen das Grundstück nördlich der Otl-Aicher- Straße, auf dem bisher eine Filiale eines Discounters steht.

Für das Rathaus ist neben den städtebaulichen Aspekten auch die Schaffung von sozialem Wohnraum interessant. Denn dafür, dass Baurecht gegeben wird, muss der Investor zusichern, etwa 40 Prozent als Sozialwohnungen mit erhöhtem Energiestandard zu errichten.

Von fast allen Stadträten gab es daher Lob für das Projekt, welches seit 2014 von einem Fachbeirat aus Vorhabenträger, Experten und Stadträten begleitet wurde. „Das ist eine runde Sache“, sagte zum Beispiel Hans Schilling (CSU). Man könne der Industriestraße, welche damit ihr Aussehen zum Positiven verändert, bald einen neuen Namen geben. Klaus Wollenberg (FDP) lobte das Verfahren, fragte aber: „Wo sind hier die Kinderbetreuungseinrichtungen?“

Laut Stadtbaurat Martin Kornacher passt die Zahl der Wohnungen und der vorhergesagten Anzahl der Kinder, die in dem Gebiet wohnen, mit den geplanten Kita-Plätzen in der Stadt zusammen. Bei den Krippen und Kindergärten gebe es keine Einteilung in Sprengel, die Eltern können sich entscheiden, wohin sie ihre Kleinen schicken.

Im Gegensatz zu dem Projekt an der Industriestraße lässt die geplante Bebauung gegenüber des Technomarktes noch ein wenig auf sich warten. Dort sind vier Baukörper, die sich zu einem Ganzen zusammenfügen, geplant. Darin sollen Wohnungen, ein Biomarkt und eine Kindertagesstätte unterkommen. Doch der Inhaber hat sich entschieden, das derzeit brach liegende unbebaute Grundstück neben der Sparda-Bank zu verkaufen. „Er will selbst nicht bauen“, hieß es im Gremium. Die Stadt wird daher auf den neuen Eigentümer warten müssen, um mit ihm über die bisher bestehenden Planungen zu verhandeln. (fd)

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