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Raser einbremsen wollte die Gemeinde Eichenau an der Roggensteiner Allee. Doch die Wirksamkeit der Maßnahmen, die zwischen Ortsschild und Beginn der Wohnbebauung für gut ein Jahr getestet wurden, ist überschaubar.

Ergebnis der Testphase

Roggensteiner Allee: Raser sind nicht zu bremsen

Eichenau – Raser einbremsen wollte die Gemeinde Eichenau an der Roggensteiner Allee. Doch die Wirksamkeit der Maßnahmen, die zwischen Ortsschild und Beginn der Wohnbebauung für gut ein Jahr getestet wurden, ist überschaubar.

Das Fazit der Testphase fasste Verkehrsreferent Andreas Knipping (SPD) zusammen: „Die Prognosen der Sinnlosigkeit haben sich bestätigt.“ Daher verzichtete der Gemeinderat darauf, eine bisher provisorische Fahrbahneinengung in eine dauerhafte Einrichtung umzuwandeln. Dies hätte 40 000 Euro gekostet.

Knipping bezog sich zwar mit seinem Kommentar vor allem auf die Mittelinsel, die allerdings bestehen bleibt. Doch auch die Fahrbahneinengungen und eine Markierung von Stellplätzen brachten nicht den gewünschten Effekt. An vier Messpunkten wurden die Geschwindigkeiten vor und nach den jeweiligen Maßnahmen verglichen. Bis auf wenige Ausnahmen waren die ermittelten Tempowerte fast deckungsgleich.

Peter Münster (FDP) zog daraus den Schluss: „Das ist keine Verbesserung.“ Dennoch forderte Münster: Die Suche nach verkehrsberuhigenden Maßnahmen für die Roggensteiner Allee müsse fortgesetzt werden. CSU-Sprecher Dirk Flechsig stimmte dem zu. Als einer der wenigen Gemeinderäte erklärte Elmar Ströhmer (FW), dass „die Mittelinsel durchaus Sinn macht“. Ein Versuch soll zumindest mit der Pflanzung einer noch festzulegenden Zahl von Bäumen gestartet werden. Dazu bedarf es allerdings der Zustimmung von Grundstückseigentümern.

„Man muss die Flächen nicht kaufen“, regte Rike Schiele (Grüne) eine Art finanzielle Entschädigung an. Bürgermeister Hubert Jung (CSU) nahm diesen Gedanken auf, verwies aber auf die Interessenlage der Eigentümer. Jung kündigte an, Gespräche zu führen. Kritik an der Wirksamkeit der Maßnahmen hatte es bereits in der Bürgerversammlung im Frühjahr gegeben.

Im Herbst 2011 hatte ein Anwohner per Gerichtsentscheid eine lange bestehende Beschränkung auf Tempo 30 zurücknehmen lassen. Seitdem gilt dort wieder Tempo 50 – und seitdem läuft die Diskussion um die Verkehrsberuhigung. (hk)

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