Stellten den neuen Ratgeber vor: OB ANdreas Haas (r.), Sozialreferent Herbert Sedlmeier (vorne) und Vertreter der Beiräte. tb-foto

Neuer Ratgeber

Wo Rollstuhlfahrer problemlos in die Häuser kommen

Germering – Der städtische Ratgeber für Behinderte und Senioren ist neu aufgelegt worden. Er versammelt auf 32 Seiten wichtige Adressen und Tipps für ältere Germeringer und Menschen mit einem Handicap.

 Zusammengestellt wurden die Informationen wieder vom Behinderten- und vom Seniorenbeirat. Die 2000 Hefte liegen an wichtigen Stellen in der Stadt aus und sind gratis. Der Ratgeber ist für die Stadt kostenlos: Der beauftragte Verlag hat den Druck über Anzeigen finanziert.

OB Andreas Haas und Sozialreferent Herbert Sedlmeier stellten die Neuauflage gestern mit den beteiligten Vertretern der Beiräte vor. Es ist Sedlmeier zufolge kein reines Telefonbuch: Die Informationen werden mit vielen Fotos grafisch ansprechend präsentiert.

Neu im Vergleich zur 4. Auflage ist unter anderem die Tatsache, dass die einzelnen Angebote für Senioren und Behinderte mit Piktogramm versehen wurden: ein Rollstuhl auf blauem Hintergrund steht für volle, einer auf weißem Hintergrund für eingeschränkte Zugänglichkeit. Ein durchgestrichener Rollstuhl zeigt demzufolge an, dass man hier als Rollifahrer nicht hinein kommt. Vervollständigt werden die grafischen Hilfsmittel durch den Hinweis auf rollstuhlgerechte Toiletten (Rollstuhl auf blauem Hintergrund mit dem Schriftzeichen WC) und auf die Möglichkeit für Hörgeschädigte, induktives Hören nutzen zu können (stilisiertes Ohr auf blauem Hintergrund mit dem Buchstaben T).

Letzteres soll laut Sedlmeier verstärkt im Stadtgebiet angeboten werden. Die großen Säle der Stadthalle werden Sedlmeier zufolge demnächst damit ausgestaltet. Einzelne Bereiche im Rathaus wie das Trauungszimmer und der Sitzungssaal werden folgen. Die Don-Bosco-Kirche hat die Technik schon. Erika Malland-Eick vom Behindertenbeirat hat sich der Förderung des induktiven Hörens verschrieben. Sie ermöglicht Trägern von Hörgeräten nach einer minimalen Justierung das problemlose Hören in großen Sälen. Allerdings fehle oftmals das Wissen darüber. Hier müsse verstärkt aufgeklärt werden.  

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