+

Rotes Kreuz: 2770 Aktive engagieren sich

Über Nachwuchssorgen kann das Bayerische Rote Kreuz (BRK) im Landkreis nicht klagen. Die Zahl der Aktiven ist im Vergleich zum Jahr 2014 um rund 200 auf 2770 gestiegen.

Emmering – Und auch sonst blickte Kreisvorsitzender Andreas Magg auf eine erfolgreiche Wahlperiode zurück. Mit erneut rund 12 500 Mitgliedern kann der Kreisverband auf eine stabile Basis bauen. Dass die Zahl der Aktiven gestiegen ist, sei in Zeiten, in denen andere über einen Rückgang des Ehrenamtes klagen, nicht selbstverständlich, sagte Magg auf der Jahresversammlung im Emmeringer Bürgerhaus. 120 000 Stunden haben die BRK-Aktiven im vergangenen Jahr geleistet – das entspricht rund 330 Stunden am Tag. „Eine Zahl, die sich wahrlich sehen lassen kann“, so der Kreisvorsitzende.

Franz Neuhierl ist nun Ehrenvorsitzender.

Finanziell rudert das BRK nach den hohen Investitionen in Sanierungsarbeiten im Jahr 2012 inzwischen ebenfalls wieder in ruhigere Gewässer. Das damalige Minus von 600 000 Euro ist passé. Seitdem konnte der Kreisverband wieder einen Überschuss erwirtschaften und kontinuierlich steigern, wie Schatzmeister Hans Peter Huber erklärte. 2015 lag das Plus bei rund 350 000 Euro, im vergangenen Jahre werde es sich voraussichtlich auch wieder in diesem Rahmen einpendeln. Das BRK im Landkreis kann auf Rücklagen in Höhe von rund 1,2 Millionen Euro zurückgreifen.

Darüber hinaus wurde in der jüngeren Vergangenheit eine neue Rettungswache in Türkenfeld installiert, als neues Betätigungsfeld Blutspenden organisiert und zudem eine „phänomenale Leistung bei der Flüchtlingskrise erbracht“, so Magg.

Auch das BRK-Pflegehaus von Lepel-Gnitz in der Brucker Polzstraße ist laut Huber inzwischen finanziell gut aufgestellt. Das anfängliche Defizit von rund 495 000 Euro im Jahr 2011 ist mittlerweile zu einem Plus von rund 425 000 Euro geworden.

„Es besteht eine Riesennachfrage nach Pflegeplätzen, die wir zeitweise gar nicht erfüllen konnten“, sagte Magg. Das liege aber nicht nur am begrenzten Platz im Pflegeheim, sondern auch am Mangel guter Pflegekräfte auf dem Arbeitsmarkt.

Diesen sieht Magg auch als eine der größten Herausforderungen in den nächsten Jahren. „Wir wollen nur gute, qualifizierte Kräfte finden“, erklärte er mit Blick auf die Kritik, die an vielen Pflegeeinrichtungen mithin laut werde. Darüber hinaus sei man bestrebt, eine neue Halle für den Katastrophenschutz zu bauen.

Die 115 Stimmberechtigten waren mit der Arbeit ihrer Vorstandschaft offenbar zufrieden. Bei der Aussprache gab es jedenfalls keinen Diskussionsbedarf. Und bei der anschießenden Neuwahl wurden alle Vorstandsmitglieder, die sich wieder zur Wahl stellten, für weitere vier Jahre in ihren Ämtern bestätigt. Eine Änderung gab es lediglich auf dem Posten des stellvertretenden Schatzmeisters. Karin Obermaier trat aus beruflichen Gründen nicht mehr an, für sie wurde Sandra Gabriel gewählt.

Eine besondere Ehre erfuhr außerdem Franz Neuhierl. Er hatte 28 Jahre lang als Vorsitzender die Geschicke des Kreisverbandes geleitet, ehe er den Staffelstab vor vier Jahren an Magg weitergegeben hat. Für seinen langjährigen Einsatz – insgesamt war Neuhierl 32 Jahre in der Vorstandschaft aktiv – wurde er nun zum Ehrenvorsitzenden ernannt. 

Andreas Daschner

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Lea Raphaela aus Fürstenfeldbruck
Noch ein Mäderl heißt es für Familie Heinz aus Fürstenfeldbruck. Im Brucker Klinikum brachte Mama Elisabeth nun ihre zweite Tochter zur Welt. Lea Raphaela verpasste den …
Lea Raphaela aus Fürstenfeldbruck
Kinderhaus im Zeit- und Kostenplan
Der zweite Bauabschnitt des Jesenwanger Kinderhauses schreitet gut voran. Wie im Gemeinderat bekannt wurde, soll noch vor Weihnachten der Dachstuhl errichtet werden, …
Kinderhaus im Zeit- und Kostenplan
Orchester musiziert für syrische Dialysestation
Der Grafrather Asylkreis hat ein Benefizkonzert mit dem Vivaldi-Orchester Karlsfeld zugunsten der Dialysestation im syrischen Afrin organisiert. Am Samstag, 25. …
Orchester musiziert für syrische Dialysestation
Bürger sollen über Funkmast entscheiden
Soll der Mobilfunkmast auf dem Kühberg bei Überacker stehen bleiben? Das werden bald die Bürger gefragt. Denn wenn der Vertrag mit der Telekom ausläuft und die Anlage …
Bürger sollen über Funkmast entscheiden

Kommentare