Rotstift beim Feuerwehrhaus angesetzt

Geltendorf - Der Haushalt für das nächste Jahr ist beschlossen. Was von der Verwaltung, den Fraktionen und dem Finanzausschuss erarbeitet worden war, stieß im Plenum weitgehend auf Zustimmung.

Lediglich in einem Punkt wurde diskutiert und einzeln abgestimmt. Dabei ging es um die Summe, die für den Umbau des Feuerwehrhauses in Hausen ausgegeben werden soll.

Die Vorschläge dafür schwankten gewaltig. 200 000 Euro standen im ersten Haushaltsentwurf, beschlossen wurden letztendlich aber nur 10 000 Euro für Planungskosten. Unklar ist, ob das undichte Dach, das in den Räumen offenbar bereits zu Schimmelbildung geführt hat, noch einmal repariert werden kann. Angedacht ist außerdem eine Verlängerung der Fahrgasse und die Verlegung der Ausfahrt nach Süden.

Bürgermeister Wilhelm Lehmann (Unabhängige Bürger/UB) schlug vor, nicht „ins Blaue hinein“ Summen in den Haushalt einzustellen, sondern den Kommandanten dazu zu hören. Sicher ist, dass die Hausener Wehr ein neues Fahrzeug bekommt. Für eine erste Rate von 50 000 Euro wird 2015 das Fahrgestell gekauft, im Jahr darauf folgt der Aufbau.

Im Vorfeld der Sitzung hatte der Finanzausschuss an verschiedenen Stellen den Rotstift angesetzt. So wurde die vorgeschlagene eine Million Euro für Planung und Bau des neuen Feuerwehrhauses in Geltendorf auf 600 000 Euro gekürzt - mehr werde an Kosten im kommenden Jahr noch nicht anfallen, so der Tenor. Dafür muss die Gemeinde aber noch Geld für das alte Feuerwehrhaus in die Hand nehmen. Vorgesehen sind 30 000 Euro für Sanierungsmaßnahmen.

Gestrichen wurden unter anderem eine neue Telefon- und Schließanlage für die Schule, ebenso eine neue Laufbahn, Sprunggrube und Pausenhofüberdachung. Im Budget belassen wurde dagegen der seit langem gewünschte Aufzug, für den ein Schacht bereits vorhanden ist. 50 000 Euro stehen für die Planung der neuen Sporthalle im Budget. Thomas Stoklossa (UB) war im Finanzausschuss mit dem Vorschlag gescheitert, das Projekt auf 2019 zu verschieben. Man warte seit vielen Jahren auf die Sporthalle und habe deswegen eine Containeranlage für Asylbewerber an diesem Standort abgelehnt, so die Gegenargumente.

Schließlich segnete das Gremium den Etat mit knapp acht Millionen Euro im Verwaltungs- und 5,6 Millionen Euro im Vermögenshaushalt einstimmig ab. Die Kreditermächtigung beträgt 2,6 Millionen Euro, wobei fast die Hälfte davon in den Grunderwerb für Straßen- und Wohnbau fließen sollen und somit rentierliche Schulden seien, wie Josef Weiß (CSU) sagte. Wolfgang Albertshofer (SPD) und Horst Kürschner (Grüne) würdigten den Haushalt als gesund und solide. „Die großen Herausforderungen warten aber in den Jahren nach 2015“, schränkte Michael Veneris (Bürgerforum) ein, und auch Wolfgang Engelstädter (UB) sieht dann „schmerzhafte Einschnitte“ auf die Gemeinde zukommen.

Für Kämmerin Andrea Pleintinger war es nach 16 Jahren der letzte Haushalt, den sie für die Gemeinde Geltendorf kalkulierte. Sie wechselt zum 1. Januar ins Landratsamt nach Landsberg. (os)

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