Seit 65 Jahren halten Helmut und Lotte Zehle (Mitte)treu zusammen. Zur Eisernen Hochzeit gratulierten auch Sozialreferentin Maria Röhl und OB Sepp Kellerer. foto: weber

Rückblick auf ein gemeinsames Schaustellerleben

Fürstenfeldbruck - Sie sind Schausteller mit Leib und Seele. Kein Wunder, dass es gefunkt hat, als Helmut und Lotte Zehle sich das erste Mal getroffen haben. Nun feiern sie Eiserne Hochzeit.

Es geschah, als Helmut Zehle aus amerikanischer Kriegsgefangenschaft zurückkehrte. Dort lief der Sprössling einer Schaustellerfamilie im Berliner Winterlager 1945/1946 seiner zukünftigen Frau über den Weg. In diesem Lager treffen sich alle Schaustellerfamilien. Zu diesen gehörten auch Lottes Eltern. „Sie war das Ideal einer jungen Frau: groß, blond und tüchtig“, erinnert sich Zehle. „Ein Arbeitstier - sie ist ja noch heute kaum zu bremsen“, sagt der 92-Jährige und legt einen Arm um seine Frau. Es war Liebe auf den ersten Blick, bestätigt auch Lotte Zehle. „Ich fand einfach alles an ihm toll.“ Und so verlobten sie sich bereits Ende Mai 1947. Wenige Tage später fand die standesamtliche Hochzeit in Charlottenburg statt. Die kirchliche Trauung legte das Paar gleich mit der Taufe des ältesten Sohnes zusammen.

Danach stürzten sich die Zehles in ihre Berufung. Die beiden waren Schausteller mit Leib und Seele. Zu Beginn zogen sie mit einem kleinen Kettenkarussel durch die Volksfestlandschaft Süddeutschlands, später besaßen sie Spielbuden und einen Stand für gebrannte Mandeln. Ständig waren sie im Wohnwagen unterwegs - einen ihrer beiden Söhne gebar Lotte Zehle sogar dort. Heute ist er, genau wie sein kleiner Bruder, seine Kinder und seine Eltern ebenfalls Schausteller. Darauf sind Helmut und Lotte Zehle sehr stolz. (huc)

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