S4-Petition: 8289 Unterschriften und keiner will sie haben

Fürstenfeldbruck - 8289 Unterschriften haben die Initiatoren der Bürgerinitiative für den Ausbau der S 4 (BI) mittlerweile gesammelt. Demnächst sollen sie übergeben werden. Nur: an wen?

Das Interesse bei den Verantwortlichen in München, die Petition aus Bruck anzunehmen, ist offenbar gering.

„Das ist ein tolles, ein respektables Ergebnis“, jubelte Andreas Barth von „Pro Bahn“ über die Anzahl der Unterstützer. Diese werde zudem immer noch steigen, wie Elke Struzena (Grüne) auf der jüngsten Zusammenkunft der Initiative sagte. Weniger erfreut ist man in der BI aber über die Schwierigkeiten, die Unterschriften im Landtag an den Mann - oder die Frau - zu bringen. So hatte sich der SPD-Politiker Michael Schrodi in seiner Eigenschaft als Mitglied der BI mehrfach und schriftlich an den Vorsitzenden des Verkehrsausschusses im Landtag, Erwin Huber (CSU), gewandt. Ergebnis: Keines. Huber reagierte schlicht gar nicht.

Auch Landtagspräsidentin Barbara Stamm (CSU) ließ eine schriftliche Anfrage unbeantwortet. Immerhin gelang es später, mündlich einen Termin mit ihr zu vereinbaren. Wird dieser Termin nun auch noch schriftlich bestätigt, werden die Unterschriften am 29. November um 17 Uhr im Landtag übergeben.

Wenig Erfolg hatte Schrodi bislang auch mit dem Versuch, Wirtschaftsminister Zeil (FDP) für Januar nach Puchheim zu einer Diskussionsrunde einzuladen. Die BI wollte dem Wirtschaftsminister anbieten, die dann wohl vorliegende Kosten-Nutzen-Analyse zum Ausbau der S 4 darzulegen. Bis heute fehlt aber eine Antwort des Staatsministers.

Schrodi dazu: „Es ist ein Unding, dass man einen Monat nach einer Anfrage noch immer keine Antwort erhalten hat.“ Der Sozialdemokrat vermutet, dass die abwartende Haltung einen ganz bestimmten Grund hat: „Wahrscheinlich zögern sie die Antwort heraus, weil sie noch nicht wissen ob sie mit der Analyse fertig werden.“

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