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Florian Weber

Satirepartei stellt Ex-BBV-Mitglied als OB-Kandidaten auf

BBV, CSU, Grüne und die Freien Wähler haben ihre Kandidaten für die OB-Wahl im Mai bereits nominiert. Nun hat sich auch die örtliche Gruppe der Satirepartei „Die Partei“ zu ihrer Aufstellungsversammlung im Unterhaus getroffen, um Stadtrat Florian Weber (30) zum OB-Kandidaten zu ernennen.

Fürstenfeldbruck – Zwar wurde als zweite potenzielle Anwärterin Umweltreferentin Alexa Zierl (parteilos) ins Spiel gebracht. Sie gründet mit Weber im Stadtrat bald eine Ausschussgemeinschaft. Zierl, die unlängst bei den Grünen ausgetreten war, lehnte jedoch mit einem Augenzwinkern ab. Weber: „Eine Kampfabstimmung mit meiner Fraktions-Kollegin hätte mich gereizt“.

Die fünf anwesenden Partei-Mitglieder, ebenso viele wie bei den Grünen an deren Versammlung teilgenommen hatten, votierten daraufhin einstimmig für den Betreiber des Squash-Palastes. Eine Hürde muss Weber aber noch nehmen, bevor er tatsächlich bei der OB-Wahl antreten kann. Er muss 215 so genannte Unterstützer-Unterschriften sammeln, damit ihn die Verwaltung als Kandidaten zulässt. Die wiederum dafür zuvor benötigten zehn Unterschriften von Brucker Bürgern hat er bereits.

Den kompletten Wahlvorschlag hat der 30-Jährige am Montag bei der Stadt eingereicht. Wenn alle Formalitäten korrekt sind, legt die Verwaltung ab Mittwoch die Unterstützer-Listen aus. Bis 27. März können die Brucker im Rathaus unterschreiben. Die Schwerpunkte für Webers Wahlkampf können die Bürger mitbestimmen. Der Kandidat, der auch auf Facebook äußerst aktiv ist, nimmt laut eigener Aussage per Anruf Sprüche entgegen, die er auf seine Wahlplakate drucken lassen will.

Weitere Punkte in seinem Programm: Das Volksfest soll auf Juni verschoben werden, beim Alten Schlachthof soll endlich etwas passieren und als OB möchte Weber eine so genannte Informationsfreiheitssatzung einführen.

Dann könnten die Bürger im Internet Informationen über Stadtratsitzungen einsehen. Weber will außerdem mit seiner persönlichen Motivation für das Amt punkten. Da der Squash-Palast ab Ende März geschlossen wird, habe er schließlich genügend Zeit für den OB-Job. „Ich möchte dem Staat nicht auf der Tasche liegen.“ Deshalb übernehme er einfach den Rathaussessel, verkündete er. Schmutzige Wäsche wolle er im Wahlkampf nicht waschen, so Weber, der vor der Gründung des Ortsverbandes der Partei Mitglied der BBV war und unlängst auch aus der Fraktion austrat.  

Fabian Dilger

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