Scheitert Wasserleitung an Grundeigentümern?

Egenhofen - Die Erneuerung der Wasserleitung, die von Poigern nach Oberweikertshofen und Waltenhofen führt, wird offenbar ein schwieriges Unterfangen - wegen einiger Grundeigentümer.

Zwei Eigentümer bitten darum, Alternativen zum bisher angedachten Verlauf zu prüfen, erklärte Köll. Ein anderer „sähe es gar nicht gerne, wenn die Leitung über seinen Grund laufen würde“, so der Amtschef weiter.

Bürgermeister Josef Nefele (erläuterte: „Die Grundidee war, die neue Leitung mehr oder weniger parallel zur alten zu verlegen.“ Die identische Trasse zu nutzen, sei nicht möglich, „denn wir können ja nicht einfach unsere Ortsteile von der Wasserversorgung während der Bauarbeiten abklemmen.“ Das bedeutet aber, dass für die Dauer des Projekts praktisch die doppelte Fläche landwirtschaftlich nicht nutzbar ist.

Köll wies darauf hin, dass die Gemeinde sich schon beim Bauernverband schlau gemacht hat, welche Entschädigungen gegebenenfalls zu zahlen seien. Doch konkrete Zahlen könne man erst dann nennen, wenn der genaue Verlauf der Trasse feststehe. „Ein Sachverständiger muss dann jedes einzelne Grundstück prüfen“, führte Köll aus. Unter anderem auch die genaue Bodenbeschaffenheit. „Erst danach kann über das Rohrmaterial entschieden werden.“

Bis dato rechnete die Gemeinde mit Kosten von rund 250 000 Euro. Welche preislichen Auswirkungen eine neue Trasse hat, ist noch unklar. Doch zuerst muss der Steinbacher Diplom-Ingenieur Walter Berkmann, der im vergangenen Jahr von der Kommune mit dem Projekt betraut wurde, erst einmal weitere Routen für die Leitungen ausfindig machen. Rathaus-Chef Josef Nefele müsste neue Verhandlungsrunden anstoßen. Darüber werden wohl einige Wochen und Monate ins Land gehen - während die Probleme bestehen bleiben, neue Wasserrohrbrüche eingeschlossen. „Einige der Grundstücksbesitzer wohnen nicht im Ortsgebiet“, sagte Nefele, denen sei es wohl egal, wenn die Einheimischen zeitweise über keine Wasserversorgung verfügten. (kra)

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