Üble Löcher in manchen Straßen : Nachdem der Schnee verschwunden ist, werden Frost-Aufbrüche sichtbar. 

Krater im Asphalt

Schlaglochpiste ärgert Autofahrer

Tiefe Krater, breite Risse, herumliegende Teerbrocken – Schnee und strenger Frost haben den Straßen in diesem Winter schon ordentlich zugesetzt. Für Autofahrer werden die Fahrbahnen zu gefährlichen Buckelpisten. Nach und nach werden die heiklen Stellen nun geflickt.

Fürstenfeldbruck – Regelmäßig fährt Andreas Ritzinger auf der Kreisstraße FFB 6 zwischen Mauern und Etterschlag. Als nun Schnee und Eis von der Straße weggeschmolzen waren, kamen darunter Risse und tiefe Schlaglöcher zum Vorschein. Auch Asphaltbrocken lagen lose auf der Fahrbahn. „Unmöglich“ findet der 29-jährige Maisacher den Zustand der Straße.

Schließlich können die teils tennisball-großen Steine zu gefährlichen Geschossen werden, wenn sie von vorbeifahrenden Fahrzeugen aufgewirbelt werden. Bereits vergangenes Jahr wurde Andreas Ritzingers Auto durch einen Steinschlag an der Motorhaube und an der Windschutzscheibe beschädigt. Kritisch wird es seiner Erfahrung nach auch, wenn Autofahrer versuchen, mit waghalsigen Manövern den Schlaglöchern auszuweichen – und so fast in ein entgegenkommendes Fahrzeug krachen.

Für die Instandhaltung der Kreisstraßen ist das Tiefbauamt des Landratsamts zuständig. „Die Schäden entstehen durch Temperaturschwankungen“, sagt Sprecher Christian Gerhard. Ab und zu dringt Wasser in kleine Risse in der Straßendecke ein. Sinken die Temperaturen unter Null Grad, gefriert das Wasser und dehnt sich aus. Dort platzt die Straßendecke dann auf. Je öfter das passiert, desto größer die Schäden.

Inzwischen hat die Behörde reagiert. Die Löcher wurden geflickt und das Tempo von 60 auf 30 Stundenkilometer reduziert. „Leider haben sich die Reparaturarbeiten etwas verzögert“, sagt Gerhard. „Aber die Teermaschinen werden im Winter gewartet. Zwar gibt es im Großraum München zwei Notfallgeräte, doch eines ist derzeit kaputt.“

Schließlich wurden die Löcher provisorisch mit Asphalt geflickt. Laut Gerhard muss der rund ein Kilometer lange Abschnitt der FFB 6 zwischen Mauern und Etterschlag jedoch eigentlich komplett erneuert werden. Genauso wie vor einigen Jahren die STA 1. So heißt die Kreisstraße jenseits der Grenze zum Nachbarlandkreis Starnberg.

„Ab der Grenzbeschilderung ist die Straße in sehr gutem Zustand“, bestätigt auch Andreas Ritzinger. Für die Fahrbahnverstärkung der STA 1 gab es damals Zuschüsse vom Staat. Für die FFB 6 dagegen nicht. Der Unterbau der Straße sei dafür zu schlecht, sagt Gerhard.

Um diesen erneuern zu können, muss der Landkreis Grund entlang der Straße erwerben. Aber die Verhandlungen mit den Besitzern dauern an, sagt Gerhard. Solange werden Frostschäden an der FFB 6 weiterhin nur punktuell repariert.

Kleinere Risse oder Schlaglöcher werden von motorisierten Straßenwärtern ausgebessert. Das Landratsamt beschäftig zwei solcher Wärter. Sie fahren Straßen ab, reinigen sie oder vermerken Schäden. „Straßen wie die FFB 6 kontrollieren wir zur Sicherheit täglich“, so Gerhard. (rm)

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