„Friederike“ wird zum Orkan: Erstes Todesopfer in Deutschland

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Beispielfoto: dpa

Netzausbau

Schnelles Internet bis in die Weiler

Egenhofen - Beim jüngsten Treffen des Egenhofener Kommunalparlaments fiel der Startschuss für die Umsetzung des aktuellen Breitband-Förderprojekts der Bayerischen Staatsregierung.

Roland Werb, Geschäftsführer eines spezialisierten Beratungsunternehmens aus Seefeld am Pilsensee, stellte die Projektschritte vor. Werb verfügt über beste Kenntnisse auf diesem Gebiet: Er war lange Jahre bei der Telekom beschäftigt. Der Firmenchef erläuterte den Gemeinderäten die Möglichkeiten, wie auch die kleineren Ortsteile der Flächengemeinde in den Genuss einer Mindestbandbreite von 50 Megabit pro Sekunde kommen können.

30 Megabit pro Sekunde

Aktuell ist man davon laut Werb freilich noch weit entfernt. Aufkirchen, Egenhofen, Englertshofen, Teile von Unterschweinbach sowie einige kleinere Gebiete werden zurzeit von Kabel Deutschland und der Telekom mit 30 Megabit pro Sekunde versorgt. Diese Ortschaften können allerdings nicht weiter gefördert werden. Ebenso wenig wie die Straßenzüge, für die die beiden Unternehmen angekündigt haben, tätig werden zu wollen.

In anderen von Werb untersuchten Gebieten ist gerade mal eine Grundversorgung von zwei Megabit pro Sekunde erreicht. Der Breitband-Fachmann zeigte die beiden technischen Varianten auf, mit denen der Datendurchsatz selbst in entlegenen Siedlungen verbessert werden kann: durch die Verlegung von Glasfaserleitungen bis in die Gebäude (FTTB: Fiber to the Building) oder durch gebäudenahe Anschaltkästen, die mit dem Glasfasernetz verbunden sind (FTTC: Fiber to the Curb). Bei letzterem könnte die restliche Strecke bis in Haus auch mit Kupferkabeln ohne größeren Bandbreitenverlust überwunden werden, so Werb.

Freistaat fördert bis zu 80 Prozent

Bürgermeister Josef Nefele wollte wissen, ob die Direktanschlüsse eine öffentliche oder private Aufgabe seien. Werb antwortete, dass man so eine Vorgabe ausschreiben könne. Eine Verlegung von Glasfaserleitungen bis in den Keller werde vom Freistaat mit bis zu 80 Prozent der Kosten gefördert. Ähnliche Projekte wurden schon umgesetzt. Zum Beispiel im Nachbarlandkreis Dachau, wo die Flächengemeinde Markt Altomünster (mehr als doppelt so groß wie Egenhofen) auch den letzten Einsiedlerhof direkt ans Glasfasernetz anschließt. Als nächstes steht in Egenhofen die Ausschreibung auf dem Programm, bei der Telekommunikations-Firmen aufgefordert werden, die Vorgaben der Kommune umzusetzen. Das Unternehmen von Werb führt diese Ausschreibung für Egenhofen durch. Weitere Details wurden im öffentlichen Teil der Sitzung nicht genannt

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