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Ulrich Musmann mit seiner Nixe in Schöngeising

Kunstwerk zieht nach München

Ein letztes Bad für die Amper-Nixe

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Zwei Jahre hat der Schöngeisinger Künstler Ulrich Nußmann an seiner Flussjungfrau gearbeitet. Nach einem letzten Bad in der Amper bekommt die Skulptur jetzt eine neue Heimat an Land.

Schöngeising – Das eine Kunstwerk wird Schöngeising schon bald verlassen und wurde gestern noch einmal präsentiert. Das andere bereichert künftig das benachbarte Bauernhofmuseum: Der Jexhof wird mit dem „Triangulum“ um eine Skulptur reicher. Die Ampernixe „Melusine“ wechselt dagegen ihren Standort und wird künftig in München-Sendling zu sehen sein. An der aus drei Teilen bestehende Ampernixe hat der Schöngeisinger Künstler Ulrich Nußmann zwei Jahre lang geschnitzt. „Ich hab’ mich immer mal wieder ran gesetzt, wenn ich Lust hatte.“ Die Flussjungfrau ist aus dem Holz einer 60 Jahre alten Thuje geschnitzt worden. „Das ist ein sehr weiches Holz und lässt sich gut verarbeiten“, erklärt der Künstler. Anschließend wurde sie noch versiegelt, damit sie dem kühlen Nass trotzen kann. Zuletzt, so verrät Nußmann, „habe ich ihr noch fünf Kilogramm Eisen in den Hintern gepackt, das stabilisiert sie im Wasser und sie wackelt nicht so hin und her“.

Neue Heimat neben der „Alten Utting“

Die „Melusine“ ist bereits die dritte Holzskulptur die Nußmann geschaffen hat. Eine weitere steht am Eingang zu seinem Garten und weist mit ausgestreckter Hand vorbei fahrende Autos daraufhin, langsam zu fahren, deshalb heißt sie auch die „Mahnerin“. Die Dritte ist sogar in einem Museum in Niederalteich ausgestellt. Die Ampernixe hingegen durfte noch einmal in ihrem gewohnten Nass schwimmen und dass unter den aufmerksamen Augen vieler Familien mit ihren Kindern, die den schönen Ferientag badend verbracht haben. Kurz hinter dem alten Wasserkraftwerk ließen Ulrich Nußmann und sein Sohn Tobias die „Melusine“ ins Wasser, aber nicht ohne sie mit einem Seil am Ufer zu befestigen. Nach ihrem letzten Bad, wird sie Schöngeising verlassen und nach München umziehen. Dort soll sie über den Eingang der erst kürzlich eingeweihten „Alten Utting“ angebracht werden. Der alte Ausflugsdampfer vom Ammersee, der inzwischen auf einer stillgelegten Eisenbahnbrücke in Sendling steht, wurde erst vor wenigen Tagen für Besucher freigegeben.

Noch ein Kunstwerk wird umziehen

Unterdessen wurde das „Triangulum“, die Skulptur der Künstlerin Esther Balázs, am Klangweg, der vom unteren Waldparkplatz zum Jexhof führt, zwischen dem großen Weiher und dem Bauernhofmuseum installiert. Bei dem Kunstwerk handelt es sich ursprünglich um ein 2016 von der Stadt Fürstenfeldbruck finanziertes Projekt. Vormals im Wasser des Fürstenfelder Klosterkanals platziert, findet die Skulptur am Jexhof nun eine neue Heimat. Die Platzierung dieses Objekts wurde insbesondere durch finanzielle Unterstützung möglich gemacht von Jexhof-Eigentürmer Volker Wilhelm, der Gemeinde Schöngeising, der Heinrich-Scherrer-Musikschule und vom Bauernhofmuseum. Das neue Schmuckstück ist ein Dreieck, das als geometrische Form weitreichende Symbolkraft (Auge Gottes, Unendlichkeit, Attribut Vishnus) besitzt und außerdem an diesem besonderen Ort Oben und Unten verknüpft. Der Name gibt zudem – wie es in einer Presseerklärung des Landratsamtes heißt – einen Hinweis auf den Klang einer Triangel, den der Landschaft an sich und den von Innerlichkeit und Beschaulichkeit in einem schützenswerten Naturraum. Ebenso könne die Skulptur in ihrer abstrakten Bergform als ein „gedanklich-räumlicher Durchblick zu den Alpen von Nord nach Süd gesehen werden“. Sie schlage eine Brücke von Ost nach West und verbindet das Woher mit dem Wohin.

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