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In Schöngeising

Bauvorgaben im Gewerbegebiet hinderlich

Die Schöngeisinger Firma Stumbaum verlegt ihre Zentrale ins neue Gewerbegebiet an der Gusso-Reuss-Straße. Der Gemeinderat genehmigte jetzt den Bauantrag samt diverser Befreiungen vom Bebauungsplan.

Schöngeising –  Änderungen gibt es unter anderem im Grünbereich. Die Festsetzungen bezüglich der Bepflanzung hatten im Gremium bereits bei Aufstellung des Bebauungsplans die Frage aufgeworfen, „ob das ein Gewerbegebiet werden soll oder ein botanischer Garten“, wie Gabriele Kuhnke (CSU) erinnerte.

Für die Änderungswünsche der Firma hatten die Räte deshalb Verständnis. Da der vorgeschriebene, einen Meter breite Pflanzstreifen an der Grundstücksgrenze den Lkw-Verkehr auf dem Gelände behindere, möchte Stumbaum stattdessen im Einfahrtsbereich eine zusammenhängende Grüninsel mit Bäumen und Sträuchern schaffen. Weitere sechs Bäume sollen beidseitig der Einfahrt gepflanzt werden statt im Bereich der Stellplätze, wo sie vorgeschrieben, aber wiederum hinderlich wären.

Im Gewerbegebiet sollte die Gestaltung der Grundstücke vor allem zweckdienlich sein, so die überwiegende Meinung im Gemeinderat. Markus Pröll (SPD) ärgerte sich im Nachhinein über den Bebauungsplan. „Bei jedem Antrag haben wir Änderungen.“ Manche Festlegungen, die das Gremium seinerzeit beschlossen habe, seien für ein Gewerbegebiet „a Kas“.

Zugestimmt wurde auch dem Wunsch des Elektro- und Wasserinstallations-Unternehmens nach einer zweiten Betriebswohnung. Demnach entstehen in der rund 2200 Quadratmeter großen Firmenzentrale auf einem knappen Zehntel der Fläche eine Betriebsleiter- und eine Hausmeisterwohnung. Für Arbeiten außerhalb der regulären Geschäftszeiten müsse ständig jemand vor Ort sein, so die Begründung.

Dass das Gebäude mit Holzlamellen verkleidet und das Dach im gleichen Stil eingedeckt werden soll, gefiel dem Gemeinderat. „Das ist ein interessantes gestalterisches Element“, fand Thomas Betz (FW). Die damit einhergehende geringfügige Überschreitung der Baugrenze wurde ebenso genehmigt wie der Wunsch, die Fußbodenoberkante leicht anzuheben. Sonst wäre das Gebäude tiefer gestanden als die Straße und der dazugehörige Abwasserschacht. „Wenn wir der Änderung nicht zustimmen, ist dort öfter mal Land unter“, warnte Thomas Braumiller (CSU).

Nahe der Einfahrt sollen nach dem Wunsch des Unternehmens betriebliche Abfallstoffe gelagert werden. Dort könnten sie zur Verwertung abgeholt werden, ohne die Betriebsabläufe auf dem Gelände zu stören, so die Argumentation. Der Bereich müsse aber einen ausreichenden Sichtschutz bekommen, forderte Vize-Bürgermeister Hartmut Knobloch (FW). Diesen werde das Landratsamt als Genehmigungsbehörde sicher verlangen, so Rathauschef Thomas Totzauer (FW). (os)

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