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Thomas Totzauer

Kommunalwahl 2020

Bürgermeisterwahl 2020 in Schöngeising: Weitermachen ist eine gute Option

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Die vergangenen fünf Jahre sind schnell verflogen für Thomas Totzauer (Freie Wähler) – vielleicht auch deshalb, weil ihm die Arbeit als Bürgermeister viel Freude macht.

Schöngeising   Erneut zu kandidieren, kann er sich deshalb gut vorstellen, auch wenn er sich noch nicht hundertprozentig festlegen will. „Die endgültige Entscheidung treffe ich erst im Sommer.“

Totzauer wurde 2014 – nach einer Amtszeit als Stellvertreter der damaligen CSU-Bürgermeisterin Marianne Hofmuth – mit erdrutschartigen 83 Prozent der Stimmen auf den Chefsessel im Rathaus gewählt. Da es sich um ein Ehrenamt handelt, übt er weiter seinen Hauptberuf als Dienststellenleiter bei der Verkehrspolizei aus.

Beides zu vereinbaren, sei kein Problem, versichert Totzauer. „Da profitiere ich von der Digitalisierung. Vieles kann man heute per E-Mail erledigen, wo man früher persönlich hätte anwesend sein oder Briefe schreiben müssen.“

Das Bürgermeisteramt mit seinen vielen Abend- und Wochenendterminen und die Familie unter einen Hut zu bringen, klappt „immer besser“. Totzauers Kinder sind inzwischen 17, 13 und neun Jahre alt. „Sie werden größer und selbstständiger. Das hat sich alles gut eingespielt.“

Der 55-Jährige hat in seiner ersten Amtszeit bereits einiges von dem umgesetzt, was er sich vorgenommen hatte. Unter anderem wurden eine Kinderkrippe gebaut und ein Gewerbegebiet ausgewiesen, das sich sukzessive mit Betrieben füllt. Da die Gewerbesteuer die Gemeindefinanzen aufbessert, könnte nun das Gemeinschaftshaus entstehen, auf das Schöngeising seit langem hofft. Die Eingabeplanung soll in diesem Jahr eingereicht und mit dem Bau dann im nächsten Jahr, also 2020, begonnen werden.

„Ich möchte die Dinge, die ich auf den Weg gebracht habe, weiter begleiten“, sagt Totzauer. „Das sind ganz spannende Geschichten, wo man gefordert ist und sich einbringen kann.“

Ein weiteres Thema, das ihm am Herzen liegt, ist die Schaffung von Wohnraum für Senioren. „Von vielen älteren Bürgern höre ich, dass ihnen ihr Haus und Garten zu groß und zu beschwerlich werden“, berichtet der Rathauschef. „Sie sind dann gezwungen, den Ort zu verlassen, weil es in Schöngeising kein seniorengerechtes Wohnen gibt.“ Sein Ziel ist es, Bürgern in dieser Lage die Möglichkeit zu geben, im Ort zu bleiben und ihre sozialen Kontakte aufrechtzuerhalten.

Um Temposünder auf Schöngeisings Straßen dauerhaft auszubremsen, will Totzauer Verkehrsmaßnahmen anstoßen. „Von Bürgern bekomme ich immer wieder die Rückmeldung, dass zu schnell gefahren wird. Deshalb möchte ich probehalber die Vorfahrtsregelung ändern.“ Am liebsten wäre ihm die Einführung von Rechts vor Links im ganzen Ort. Losgehen soll es aber erstmal nur mit der Römerstraße, die sich aufgrund ihrer wenigen Einmündungen besonders gut als Versuchsballon eignet.

Was er an seiner Arbeit außerdem genießt, ist der Kontakt mit den Bürgern. „Da gibt es immer wieder viele schöne Begegnungen.“

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