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Strom tanken: Die Leihgebühr für das E-Auto in Schöngeising soll sich aus den gefahrenen Kilometern und der genutzten Zeit errechnen. 

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Char-Sharing: Ein E-Auto für Schöngeising

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E-Car-Sharing kommt bald auch nach Schöngeising. Ähnlich wie in Grafrath sollen die Bürger dann die Möglichkeit haben, sich stundenweise ein Elektroauto auszuleihen.

Schöngeising– Der Gemeinderat beschloss jüngst in nichtöffentlicher Sitzung, für zunächst zwei Jahre einen Renault Zoe und eine Ladesäule zu leasen. Der Standplatz des kommunalen E-Autos wird in der Umgebung des Heinrich-Scherrer-Hauses sein. Hier können sich Bürger das Fahrzeug abholen und es für einen individuell wählbaren Zeitraum nutzen.

Zunächst muss man sich einmalig unter Vorlage des Führerscheins in der gemeindlichen Anlaufstelle als möglicher Nutzer anmelden. „Das ist völlig unverbindlich“, betont Bürgermeister Thomas Totzauer (Freie Wähler). Reservieren kann man das Fahrzeug dann über ein Buchungsportal im Internet.

„Was das Tarifsystem betrifft, werden wir uns wohl an Grafrath orientieren“, so Totzauer. Dort kostet das gemeindliche E-Auto 2,50 Euro pro Stunde plus 25 Cent für jeden gefahrenen Kilometer. In den Abendstunden ist der Stundentarif niedriger, eine Grundgebühr gibt es nicht. Für Schöngeising kann sich Totzauer ebenfalls „ein Kombimodell aus Kilometern und Zeit“ vorstellen. Außerdem schweben dem Rathauschef günstige Sondertarife für junge Leute ohne Auto und für Senioren vor, weil die Mobilität älterer Mitbürger gefördert werden soll.

Möglich ist auch, dass es kostenfreie Nutzungsstunden für Bürger gibt, die aufgrund des E-Car-Sharings auf einen Zweitwagen verzichten. Die endgültige Entscheidung über die Tarife fällt der Gemeinderat. Totzauer will zwei oder drei Alternativen zur Beratung vorlegen.

Geliefert werden könnte das Elektro-Auto bereits Anfang April. Es soll der Öffentlichkeit im Rahmen eines Infotages vorgestellt werden. Partner der Gemeinde ist die im Landkreis Starnberg ansässige Firma Teilzeug, die sich unter anderem um die Buchungssoftware und die Abrechnungen kümmert. Die Gemeinde kostet das Angebot insgesamt 900 Euro im Monat.

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