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Musizieren dahoam: Claudia, Wilhelm und Toni Hörger.

So nutzt man die Zeit daheim 

Corona-Krise: Jetzt mit der Familie musizieren 

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Wegen der Corona-Krise ist das Leben stark eingeschränkt.   Wie beschäftigen sich jetzt die Menschen? Toni Hörger (26), technischer Betriebswirt aus Schöngeising, musiziert nun gerne mit seiner Familie 

Welche aushäusigen Aktivitäten fallen bei Ihnen aufgrund der Ausgangsbeschränkungen gerade weg?

Ich bin in Schöngeising Vorsitzender der Landjugend und der Maibaumfreunde. Außerdem hätte ich dieses Jahr in der Rolle des „Maibaum-Sepp“ im Auftrag der Gemeinde den Prolog beim Maibaumaufstellen sprechen sollen. Das fällt jetzt alles weg. Die Maifeier ist abgesagt, das Osterfeuer auch. Es ist ganz, ganz heftig.

Welcher Verzicht fällt Ihnen am schwersten?

Das Schlimmste ist, dass die Proben der Blaskapelle Alling nicht stattfinden können. Dort bin ich Dirigent und bereite gerade unser neues Programm vor. Normalerweise proben wir zwei Stunden in der Woche. Jetzt ist es wichtig, dass alle zu Hause üben, sonst können wir in ein paar Wochen, wenn wir uns wieder treffen dürfen, von vorn anfangen.

Sind Sie auch in normalen Zeiten häufiger daheim oder eigentlich meistens unterwegs?

Normalerweise habe ich jeden Abend etwas vor. Jetzt kann man nicht mal mehr ins Fitness gehen. Neulich mussten mein Vater und ich uns schon daran erinnern, welcher Wochentag war. Man verliert die Orientierung.

Womit füllen Sie die vermehrte Freizeit daheim?

Ich mache viel Musik, auch gemeinsam mit meinen Eltern. Sie spielen beide Posaune, Gitarre und steirische Harmonika. Ich spiele Trompete, Posaune und ebenfalls steirische Harmonika. Da können wir gut verschiedene Instrumente kombinieren und haben Abwechslung. Zum Glück habe ich neulich mein ganzes Notenmaterial mit heimgenommen. Und jetzt habe ich auch endlich Zeit, mein Notenschreibprogramm auszuprobieren. Das wollte ich schon lange machen. Vielleicht werde ich etwas komponieren.

Hätten Sie auch einen Tipp für andere Bürger?

Ich bin selbst noch in der Umstellungsphase. Ich glaube, es muss einfach jeder durchhalten und die Beschränkungen beachten. Etwas anderes bleibt uns nicht übrig. Ansonsten mache ich mir jetzt schon Gedanken über alternative Veranstaltungen, die – wenn alles gut geht – in der zweiten Jahreshälfte stattfinden können. Ich hoffe, dass andere Vereinsvorsitzende das auch tun, so dass wir alle nach der Krise ohne planerischen und organisatorischen Verzug voll durchstarten können.

Wie bleiben Sie mit Freunden in Kontakt?

Mit meinem engsten Kreis bin ich ständig über Whatsapp in Kontakt. Wir wollen aber jetzt auch vermehrt auf Dienste wie Facetime oder Skype setzen. Mehr geht halt nicht in dieser irrealen Zeit.

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