In Schöngeising

Dorfladen-Modernisierung stockt

Schöngeising – Mit gut 25 000 Euro hat die Gemeinde dem Dorfladen unter die Arme gegriffen. Für das Geld sollte eine energiesparende Kühlanlage gekauft werden. Dass das noch nicht passiert ist, beunruhigt die SPD-Fraktion im Gemeinderat. Aus Sorge, das Geld könne anderweitig ausgegeben werden, forderte sie eine nachträgliche Zweckbindung.

Der Beschluss vom 12. April solle entsprechend ergänzt werden, heißt es in dem SPD-Antrag. „Für uns hat es sich so angehört, dass bereits eine Kühlung für 25 000 Euro in Aussicht steht und der Betrag eben für die Anschaffung dieser benötigt wird.“ Tatsächlich werde aber noch nach einer passenden Anlage gesucht, wie Bürgermeister Thomas Totzauer (FW) berichtete.

Aus Kostengründen wolle der Dorfladen eine gebrauchte Kühlung von Rewe erwerben, werde jedoch hingehalten. Bis der Austausch über die Bühne geht, könne es Oktober werden.

„Der Dorfladen läuft schlecht“, sagte Eva Gauck (SPD). „Wenn sich das mit der Kühlung noch länger hinzieht, wird das Geld vielleicht doch anderweitig verwendet.“ Thomas Betz (FW) widersprach: „Der Dorfladen läuft nicht schlecht.“ Allerdings wünschte er sich, ebenso wie Markus Pröll (SPD), mehr „Kreativität und Aktivität“ bei der Suche nach einer geeigneten Kühlanlage. Diese müsse ja nicht unbedingt von Rewe kommen.

Totzauer regte dazu an, diese Punkte bei der heute Abend anstehenden Genossenschaftsversammlung kritisch zu hinterfragen. Gleichzeitig warb er für Vertrauen in den Dorfladen. Von Seiten des Geschäftsführers und des Aufsichtsratsvorsitzenden sei ihm versichert worden, dass das Geld der Gemeinde auf einem gesonderten Konto liege und keine Vermengung mit dem Geschäftsguthaben stattfinde.

Insofern sah der Rathauschef keine Notwendigkeit, den Beschluss vom April zu ergänzen – zumal dies rechtlich wahrscheinlich gar nicht möglich sei. Die Gemeinde habe ja nicht Geld für eine Kühlung gegeben, sondern Genossenschaftsanteile erworben. Die SPD zog daraufhin ihren Antrag zurück. (os)

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