In Schöngeising

Jetzt wird der Umbau der Bahnhofstraße konkret

Schöngeising – Die Umbaupläne für die Bahnhofstraße nehmen Gestalt an. Die Gemeinde hofft, dass die Maßnahme im Frühjahr 2017 anlaufen kann. Neben der Schaffung eines zusätzlichen Parkplatzes am Bahnhof soll die Verkehrssicherheit für Radfahrer und Fußgänger erhöht werden.

Planer Christian Kraus stellte im Gemeinderat erste Entwürfe vor. Demnach sollen angrenzend an den bestehenden Park&Ride-Platz rund 40 neue Stellflächen entstehen. Das Gelände, das die Gemeinde vor zwei Jahren vom Freistaat erworben hatte, böte sogar Kapazitäten für noch mehr Plätze, sagte Bürgermeister Thomas Totzauer (FW) zum Tagblatt. Da jedoch der neue Parkplatz auf Landsberieder Seite bereits einige Entlastung gebracht habe, will man sich zunächst auf die 40 beschränken.

Die Verkehrsinsel am Ortseingang soll so umgestaltet werden, dass die Autofahrer gezwungen sind, ihr Tempo auf die vorgeschriebenen 40 Stundenkilometer zu drosseln. Die vorhandene Verschwenkung zwingt Autofahrer ortseinwärts zu einer scharfen Rechtskurve, während auf der anderen Seite die Straße fast in gerader Linie verläuft. Laut Totzauer verführt das viele Fahrer dazu, die Insel aus Bequemlichkeit auf der falschen Seite zu passieren und mit überhöhter Geschwindigkeit in den Ort einzufahren. Damit soll nun Schluss sein. „Die Insel wird so umgebaut, dass man ortsein- und ortsauswärts rechts an ihr vorbeifahren muss.“

Am Bahnhof soll auf Höhe der Bushaltestelle eine neue Querungshilfe für Fußgänger entstehen. Der bisherige Gehweg auf der rechten Seite wird von 2,50 auf 3,50 Meter verbreitert und zum gemeinsamen Fuß- und Radweg umdeklariert. Totzauer ist es wichtig, die Fahrradfahrer an der dortigen Steigung von der Straße herunterzubringen.

Auch vom Bahnhof Richtung Ort soll die Sicherheit für Radlfahrer erhöht werden. Geplant ist ein rot markierter Schutzstreifen bis zur Brücke über die B 471. Im Zuge der Arbeiten müssen die vorhandenen Straßenlampen teilweise versetzt werden. Die Gemeinde will dabei die Beleuchtung durch weitere Lampen verbessern und plant außerdem eine Umrüstung auf LED.

In den kommenden Monaten sollen die Pläne konkretisiert werden. Außerdem müssen die Deutsche Bahn und der Bayerische Staatsforst noch zustimmen, da die Maßnahmen teilweise Bahngelände und staatliches Waldgebiet betreffen.

Wenn alles glatt geht, hofft die Gemeinde auf einen Baubeginn im April oder Mai. Was die möglichen Kosten betrifft, hält sich Bürgermeister Totzauer noch bedeckt. In den nächsten Wochen soll ein Baugrundgutachten Aufschluss über den Unterbau der Bahnhofstraße geben. Sollte dieser nicht mehr ausreichend sein, würde das die Maßnahme deutlich verteuern. Im laufenden Haushalt sei mit 400 000 Euro aber genug Geld eingestellt, um auch den „worst case“ abzudecken, so der Rathauschef. „Ich hoffe aber, dass wir nicht die ganze Summe brauchen werden.“ (os)

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