Schwarz auf weiß dokumentiert: Die Eichenauer Clique 1964 bei ihrer „Maiandacht“ auf dem Blütenfest. Die Aufnahme vom damaligen Tagblatt-Fotografen Franz Schmotz löste familienintern einen Riesenwirbel aus.

Tagblatt-Fotograf hat’s aufgedeckt

Jugendsünde: „Maiandacht“ am Blütenfest

Nach zwei vergeblichen Anläufen scheint es am Vatertag zu klappen. Zumindest verheißt die Wetterprognose tadellose Bedingungen für das seit 65 Jahren gefeierte Blütenfest, das um 12 startet.

Schöngeising-  Zu diesem Anlass und nach einem Artikel im Tagblatt hat sich die Eichenauerin Marianne Duft an eine „alte Jugendsünde“ erinnert:

„Wir, einige Brucker Mädels, Jahrgang 1948, wollten damals im Mai 1964 mit 16 Jahren auch gerne mal aufs Biburger Blütenfest, was aber nicht im Sinne unserer strengen Eltern war. Also einigten wir uns, doch als Ausrede die Maiandacht im Kloster Fürstenfeld zu nehmen. Ein paar bekannte Burschen hatten auch schon ein Auto, und so war das kein Problem.

Es war ein netter, gemütlicher Nachmittag, alles ganz harmlos. Aber: Am nächsten Morgen – wir hatten ja zuhause immer schon das Tagblatt abonniert – fragte meine Mutter beim Frühstück: „Wo ward ihr denn gestern?“ Ich: „In der Maiandacht im Kloster.“ Dann zeigte sie mir ein Bild in der Zeitung, wo genau unser Tisch am Blütenfest darauf war, mit der Unterschrift: „Lauter junge Leute waren beim Blütenfest in Biburg zu sehen. Wie unser Bild zeigt, schmeckte ihnen das Bier vortrefflich.“ Aufgenommen hat es der damalige, ebenfalls aus Eichenau stammende und mittlerweile längst verstorbene Tagblatt-Fotograf Franz Schmotz. Man kann sich vorstellen, was das zuhause für Ärger gesorgt hat und der Herr Schmotz war ab sofort auch nicht mehr unser Freund. So war das anno 1964 – vor 53 Jahren.“

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