1. Startseite
  2. Lokales
  3. Fürstenfeldbruck
  4. Schöngeising

Kinderhaus: Zu wenig Personal, Plätze belegt

Erstellt:

Von: Ulrike Osman

Kommentare

Kita (Symbolbild)
Kita (Symbolbild) © Daniela Stärk / IMAGO

Der Fachkräftemangel ist allenthalben ein Thema – auch im Schöngeisinger Kinderhaus Amperzwerge. Derzeit sind zwei Stellen unbesetzt. Weiteres Problem: Ab September 2023 werden kaum Plätze frei.

Schöngeising – Aktuell fehlen zwei Kinderpflegerinnen im Kinderhaus Amperzwerge, Ersatz ist nicht zu bekommen. In der Gemeinde denkt man deshalb darüber nach, eine neue Stelle für eine Erzieherin zu schaffen. Ein weiteres Problem zeichnet sich für das Kindergartenjahr 2023/24 ab. Es werden so gut wie keine Plätze frei.

„Voll, voll, übervoll“ sei die Einrichtung

Die beiden Kinderpflegerinnen fehlen im Krippenbereich, berichtete Einrichtungsleiterin Christina Müller im Gemeinderat. Eine der Frauen hat das Studium zur Erzieherin angetreten, die andere fiel wegen Schwangerschaft von einem Tag auf den anderen aus. „Das ist eine Katastrophe für uns“, so Müller. Seit zwei Monaten suche man nach Ersatz. „Aber wir haben bis jetzt keine einzige Bewerbung bekommen.“

Mit Hilfe von Kinderpflegerinnen aus dem Kindergartenbereich schaffe man es „irgendwie“, den Personalnotstand auszugleichen. Ein Dauerzustand kann das jedoch nicht sein.

Bürgermeister Thomas Totzauer (Freie Wähler/FW) möchte deshalb im kommenden Jahr eine zusätzliche Erzieherin einstellen – „auch wenn sie mehr kostet“. Die Stelle müsste im Haushalt 2023 neu geschaffen werden. Die ersten Beratungen sind bereits für Oktober geplant.

(Übrigens: Alles aus der Region gibt‘s jetzt auch in unserem regelmäßigen FFB-Newsletter.)

Aktuell besteht das Team aus 19 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, wobei die Mehrzahl in Teilzeit arbeitet. Acht Erzieherinnen, zwei Erzieher, sieben Kinderpflegerinnen, eine Assistenzkraft und eine Küchenkraft sind für die Betreuung und Versorgung der Kinder zuständig.

Zu tun gibt es bei den Amperzwergen genug. „Voll, voll, übervoll“ ist das Haus nach Müllers Worten. Die Betriebserlaubnis wurde zwischenzeitlich von 99 auf 103 Plätze erhöht.

Momentan seien viele junge Kinder sowie fünf Kinder mit erhöhtem Förderbedarf im Haus, die aufgrund ihres höheren Betreuungsbedarfs jeweils zwei beziehungsweise drei Regelplätze beanspruchen. Stand die Kita früher auch auswärtigen Kindern offen, füllt die Nachfrage allein aus Schöngeising mittlerweile die ganze Einrichtung.

Nachdem heuer fast 30 Kinder in die Schule gekommen sind, konnten entsprechend viele neue Mädchen und Buben aufgenommen werden. Im nächsten Jahr wird das jedoch anders aussehen. Im September 2023 werden nach Müllers Worten im Kindergarten nur 13 Plätze frei. Zehn davon würden allein von aufrückenden Krippenkindern benötigt, zwei weitere sind bereits vergeben. „Das gibt einen Aufschrei“, befürchtet Christina Müller.

Bedarfsabfrage bei Eltern

Bürgermeister Totzauer will in den nächsten Monaten eine Vorab-Abfrage bei den Eltern durchführen, um einen Überblick über den voraussichtlichen Bedarf zu bekommen. Die Geburten in der Gemeinde würden stabil bei zwölf bis 16 im Jahr liegen, so der Rathauschef. Hinzu kommen als große Unbekannte die Zuzüge.

Noch mehr aktuelle Nachrichten aus dem Landkreis Fürstenfeldbruck finden Sie auf Merkur.de/Fürstenfeldbruck.

Auch interessant

Kommentare