Kosten machen Räte stutzig

Schöngeising – Eine rund 50-prozentige Kostensteigerung bei der Abrechnung der Abwassergebühren hat die Schöngeisinger Gemeinderäte unlängst stutzig gemacht. Nun erläuterte Josef Heldeisen, der Geschäftsstellenleiter des Abwasserzweckverbands (AZV) Obere Amper, die Gründe für die Erhöhung.

Anders als im Falle von Grafrath und Kottgeisering, die beide ihr Abwassernetz an den AZV abgetreten hätten, sei der Verband für Schöngeising als reiner Dienstleister tätig, so Heldeisen. Und man übernehme für die Gemeinde auch Aufgaben, die sie eigentlich selbst erledigen müsste, nämlich die Erhebung der Abwasserdaten von den Bürgern und die dazugehörige Verwaltungsarbeit. Diese Kosten werden in den Abwasserpreis einkalkuliert und letztlich von den Bürgern gezahlt, wobei die Schöngeisinger Preise laut Bürgermeister Thomas Totzauer (FW) im Vergleich zu anderen Gemeinden „im Mittelfeld“ liegen.

Zum jetzigen Zeitpunkt den Dienstleister zu wechseln, bringe keine Vorteile für die Bürger, so das Fazit des Gemeinderats. Deshalb soll die Zweckvereinbarung bis 2020 verlängert werden. Dann aber will man sich unter Umständen neu aufstellen, zum Beispiel durch einen Beitritt zum AZV. Man werde in Ruhe alle Optionen prüfen, kündigte Totzauer an. 

Ulrike Osman

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