Trotz Hochwasser: Vater fährt mit zwei jungen Töchtern mit Schlauchboot auf Isar - es geht böse aus

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Die Gemeinde möchte ein Bauvorhaben erlauben.

Neubaugebiet am Ortsrand:Grüne wollen Vorhaben kippen

  • Ulrike Osman
    vonUlrike Osman
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Am südlichen Ortsrand von Schöngeising soll gebaut werden. Für die Grünen sprechen eine ganze Reihe von Gründen gegen die erforderliche Bebauungsplanänderung, die noch vom alten Gemeinderat beschlossen wurde.

Schöngeising Sie beantragten jetzt, das Verfahren auf unbestimmte Zeit auszusetzen.

Der Antrag war, wie sich herausstellen sollte, ein Stich ins Wespennest. Doch für die dreiköpfige Grünen-Fraktion ist das geplante Einfamilienhaus mit Carport im Bereich des Bebauungsplans Enterbruck problematisch. Und nicht nur für sie – die Nachbarn befürchten Beeinträchtigungen, wie etwa eine Verschattung.

Auch Umwelt- und Naturschutzverbände hätten Einwände gegen die Bebauung in der sensiblen Ortsrandlage angemeldet, wie Gerhard Jilka (Grüne) sagte. Insbesondere sei der Bereich trotz des Amper-Damms durch Jahrhundert-Hochwasser bedroht. Statt Einzelfallentscheidungen wünschen sich die Grünen ein längerfristig geplantes Ortsentwicklungskonzept, das Natur- und Klimaschutz berücksichtigt.

Für Innenverdichtung stünden eine ganze Reihe erschlossener Grundstücke zu Verfügung, auf denen es ausreichend Baurecht gebe. „Eine organische Entwicklung des Ortsbildes von der Enterbruck in Richtung Mauern halten wir in absehbarer Zeit für völlig ausgeschlossen“, heißt es im Antrag. Zudem dürfe der Gemeinderat niemanden bevorzugen, „wie es hier den Anschein erweckt“.

Bürgermeister Thomas Totzauer (FW) räumte ein, dass im Zuge der Öffentlichkeitsbeteiligung „eine ganze Reihe von Einwendungen“ gekommen sei. Dass Verfahren abzubrechen, wäre aber in seinen Augen dem Antragsteller gegenüber „absolut unfair“. Dass Beschlüsse des alten Gemeinderats aus der Welt geschafft werden sollten, fand Totzauer „schade“.

Einige Ratsmitglieder, die bereits im alten Gremium waren, fühlten sich auf den Schlips getreten. Hartmut Knobloch (FW) sprach von „starkem Tobak“, Vize-Bürgermeister Thomas Betz (FW) von Unangemessenheit und Gabriele Kuhnke (CSU) von Unterstellungen. Außerdem werde man die Bebauung aus Richtung Mauern kommend „nicht wirklich“ sehen, das Ortsbild werde also nicht verändert.

Der Antrag der Grünen wurde gegen drei Stimmen abgelehnt. Doch vom Tisch ist das Thema damit nicht. Die von Totzauer angesprochenen Einwände von Bürgern und Behörden müssen noch im Gemeinderat behandelt werden.

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