Großbrand im Europa-Park Rust: Fahrgeschäfte brennen 

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Wegen dieses Anblickes wird jedes Jahr die die Feuerwehr alarmiert.

Bei Schöngeising

Rätselhafte Rauchwolke an der B 471

Rätselhafte Rauchwolken sorgen jeden Herbst bei Schöngeising für Brandalarm – auch heuer war es wieder soweit. Die Sache ist eigentlich ganz harmlos – aber die Feuerwehr muss trotzdem ausrücken.

SchöngeisingAlle Jahre wieder schlagen Autofahrer im Oktober/November wegen folgender Beobachtung Alarm. Hinter einem landwirtschaftlichen Anwesen in der Nähe der vie frequentierten B 471 steigen große Rauchwolken in den Himmel. Jeder Nichteingeweihte denkt an ein Großfeuer. Es brennt aber nie.

Was wie Rauch aussieht, ist in Wirklichkeit nur Wasserdampf. Der Dampf entsteht bei der Maistrocknung, die immer im Herbst zwei Wochen lang auf Hochtouren läuft. Von weitem kann man die grauen Wolken, die dabei aufsteigen, durchaus für Rauch halten.

Das weiß auch die Landwirtsfamilie Braumiller, der die Halle gehört. „Wir melden der Polizei und der Integrierten Leitstelle die Maistrocknung jedes Jahr an“, berichtet Senior Johann Braumiller. Doch wenn dann die Anrufe besorgter Bürger eingehen, können die Einsatzleiter meist nicht umhin, die Ortsfeuerwehr zu alarmieren. Denn was, wenn es doch einmal brennen sollte?

Die Schöngeisinger Floriansjünger sind inzwischen schon auf die Fehlalarme vorbereitet. „Wenn die Meldung kommt und es ist die Rede von einer landwirtschaftlichen Halle an der Bundesstraße, dann wissen wir schon, dass das eigentlich nur die Maistrocknung sein kann“, berichtet Feuerwehrkommandant Christian Sandmayr.

Um den Aufwand dann nicht unnötig auszudehnen wird erstmal nur ein Fahrzeug losgeschickt, um die Sachlage zu überprüfen. „Wir fahren raus und schauen, dann fahren wir wieder heim“, beschreibt Sandmayer die Einsätze, die immer gleich ablaufen. „Das ist eigentlich unspektakulär.“

Die Braumillers, selbst bei der Feuerwehr aktiv, nehmen es gelassen. „Die Leute meinen es ja gut“, sagt Johann Braumiller. „Und der Einsatzleiter ist weit weg und sieht es nicht.“ Ein ganz klein bisschen ärgerlich findet er das Ganze aber trotzdem. Dieses Jahr hatte der Landwirt die Nutzung der Maistrocknung explizit für fünf Tage bei der Leitstelle angekündigt.

Dass darunter ein Samstag war, wurde offenbar nicht vermerkt. Und so wurde nach einem entsprechenden Notruf prompt wieder die Feuerwehr in Marsch gesetzt – diesmal befürchtete man, dass eine Wochenendhütte unweit des landwirtschaftlichen Anwesens in Brand geraten war.

Es war aber natürlich wieder nur die Maistrocknung, die qualmte. „Hoffentlich bleibt es bei dem einen Einsatz dieses Jahr“, sagt Feuerwehrkommandant Sandmayr. Landwirt Braumiller kann ihn beruhigen. Der Mais ist mittlerweile unter Dach und Fach. „Für heuer ist alles schon gelaufen.“ (Ulrike Osman)

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