Sie tanzten im Schlamm - zur Not auch barfuß. Die Fans des Starkstromfestivals sind hartgesotten.

Starkstromfestival

Rave im Regenmantel

Schöngeising – Rave im Regenmantel hieß es am Wochenende beim Starkstrom-Festival in Schöngeising. Die Freunde elektronischer Musik mussten so einige Liter Wasser von oben erdulden – trotzdem ließen sie sich davon nicht die Stimmung verderben.

Gegen Petrus ist man machtlos: Das mussten die Festivalbesucher feststellen, als es zum Beispiel am Nachmittag kurz wie aus Kübeln schüttete. Zeitweise ging ein richtiger Platzregen in Schöngeising auf die rund 1300 Gäste nieder. Das Organisationsteam um Wirt Thomas Braumiller versuchte trotzdem sein Möglichstes, um die Folgen des Regens abzumildern: Auf dem ganzen Gelände waren einige Zelte aufgebaut, um den Besuchern Schutz zu bieten. Am Eingang wurden 600 Plastik-Ponchos gratis an die Besucher verteilt.

Auch die Gäste selbst hatten vorgebaut: Regenschirm und Gummistiefel waren vielgesehene Utensilien auf der Amperwiese beim Untern’n Wirt. Zum Glück für das Festival gab es aber überhaupt keine Probleme den ganzen Tag über mit der Technik für Ton und Licht, sagt Braumiller. Der Notfallplan, der mit den Einsatzkräften vor Ort abgestimmt war, lag zwar in der Schublade, wurde so dann aber letztendlich zum Glück nicht gebraucht.

Bei Gewitter oder starkem Sturm hätte man abgebrochen, so Braumiller. „Ein Open-Air hat dieses Risiko“, erklärt der Wirt weiter. Sechs Jahre lang hatte man nun immer die Sonne auf seiner Seite, dieses Jahr war es einmal andersherum. Trotzdem ist er mit dem Festival und seinem Ablauf wieder einmal zufrieden. „Das Wichtigste für uns ist die Resonanz der Leute, dafür machen wir es“, sagt der Gastronom.

Und die Besucher seien trotz der Wetter-Kapriolen wieder einmal mit lachenden Gesichtern nach Hause gegangen oder hätten im Nachhinein nur positive Rückmeldungen hinterlassen. In der Tat, trotz der launischen Wetterlage, die sich im Verlauf des Tages auch nicht viel besserte, ließen sich viele der Besucher nicht vom Feiern und Tanzen abhalten – zur Not barfuß im nassen Matsch. Buck Rogers-Betreiber Klaus Hörhager, der den Barbetrieb verantwortete, glaubte zum Beispiel auch nicht, dass das Wetter den Getränke-Umsatz verhagelte. Wer sich wirklich gar nicht mit den dem Regen anfreunden konnte, blieb wahrscheinlich auch gleich zuhause.

Einige Besucher weniger als normalerweise seien gekommen, sagt Braumiller dazu. Die Masse der Starkstrom-Fans traf auch ein bisschen später ein als normalerweise. Erst am Nachmittag füllte sich das Gelände an der Amper langsam. Dann herrschte bis 22 Uhr Betrieb. Bei der Abreise der Gäste – ein ganzer Schwung fand noch den Weg per Shuttlebus nach Fürstenfeldbruck ins Lokal Buck Rogers – verlief wie gehabt alles reibungslos, sagt Braumiller.

von Fabian Dilger

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