Kindertagesstätte in Nordrhein-Westfalen
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Eine Kindertagesstätte.

Aus dem Gemeinderat

Wegen Corona: Gemeinde verzichtet auf Teil der Kita-Gebühren

  • Ulrike Osman
    vonUlrike Osman
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Eltern, deren Kinder während der Corona-Hochphase von April bis Juni in der Notbetreuung des Kinderhauses Amperzwerge waren, müssen für diese Monate nicht die komplette Kindergartengebühr bezahlen.

Schöngeising– Stattdessen werden nur die Stunden abgerechnet, die das Kind tatsächlich in der Einrichtung verbracht hat.

Bürgermeister Thomas Totzauer (Freie Wähler/FW) hatte dem Gemeinderat drei Modelle vorgelegt. Die Erhebung der regulären Monatsbeiträge hätte die Gemeinde vor Mindereinnahmen bewahrt, war aber für das Gremium keine Option, da ja nicht die normalen Betreuungszeiten in Anspruch genommen wurden.

Bei stundengenauer Abrechnung ergibt sich für die Gemeinde ein Minus von 8500 Euro. Hätte man die Gebühren komplett erlassen, wären es 7000 Euro mehr gewesen. Von dieser Option riet Totzauer ab, da man wegen der strikten Trennung der Gruppen alle Mitarbeiterinnen gebraucht habe und niemanden in Kurzarbeit schicken konnte. „Die Personalkosten waren unverändert.“

Vize-Bürgermeister Thomas Betz (FW) hätte die Betreuungskosten für die Monate April, Mai und Juni trotzdem am liebsten vollständig erlassen. Ihm ging es um ein „echtes Signal“ an Eltern in systemrelevanten Berufen, „statt nur am Balkon zu stehen und zu klatschen“. Die genannten Mindereinnahmen würden angesichts eines Jahresdefizits von 550 000 Euro nicht ins Gewicht fallen. Auch Gerhard Jilka (Grüne) fand „den sozialen Aspekt wichtiger als diese 7000 Euro“. Die Option des kompletten Gebührenerlasses scheiterte mit 6:7 Stimmen. 8:5 Ratsmitglieder votierten für die stundengenaue Abrechnung.

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