Das Band an der neuen Bahnhofstraße ist durchgeschnitten, dann werden die Stücke fürs Foto in die Luft geworfen: (vorne v.l.) Markus Sommer (Firma Klaus), Willi Hörger, Vize-Bürgermeister Thomas Betz, Bürgermeister Thomas Totzauer, Gabriele Kuhnke und Planer Christian Kraus. Foto: Peter Weber
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Das Band an der neuen Bahnhofstraße ist durchgeschnitten, dann werden die Stücke fürs Foto in die Luft geworfen: (vorne v.l.) Markus Sommer (Firma Klaus), Willi Hörger, Vize-Bürgermeister Thomas Betz, Bürgermeister Thomas Totzauer, Gabriele Kuhnke und Planer Christian Kraus.

Schöngeising

Mehr Sicherheit an und auf der Bahnhofstraße

  • Ulrike Osman
    vonUlrike Osman
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Nach exakt vier Monaten Bauzeit ist die Bahnhofstraße wieder für den Verkehr freigegeben. Mit einem neuen Geh- und Radweg, barrierefreien Bushaltestellen und einer Querungshilfe hat sich die Sicherheit für Fußgänger und Radfahrer verbessert.

Schöngeising – Auch motorisierte Bahnpendler können sich freuen – für sie gibt es 49 zusätzliche Parkplätze.

Eigentlich hätte Bürgermeister Thomas Totzauer (Freie Wähler) die Schöngeisinger gern zu einem Fest mit Freibier auf dem neuen Bahnhofsparkplatz eingeladen, um den Abschluss der Baumaßnahme zu feiern. „Aber in Coronazeiten verbietet sich das“, bedauerte der Rathauschef. So gab es lediglich eine kleine Einweihung mit Vertretern von Verwaltung, Gemeinderat, Planungsbüro und Baufirma. Das größere Fest hofft Totzauer im kommenden Frühjahr nachholen zu können.

Auslöser für die Baumaßnahme war der Wunsch nach einer Optimierung der Parksituation – oder, anders gesagt, der Abmilderung des werktäglichen Park-Chaos’ am Bahnhof. Parallel wollte die Gemeinde mehr Sicherheit für nicht-motorisierte Verkehrsteilnehmer erreichen, dies besonders vor dem Hintergrund eines tödlichen Unfalls mit einem Jugendlichen vor einigen Jahren.

So entstanden vom Ort zum Bahnhof ein gemeinsamer Geh- und Radweg sowie in der Gegenrichtung ein Schutzstreifen für Radler, der von Autos nicht befahren werden darf. Auf beiden Straßenseiten wurden barrierefreie Bushaltestellen errichtet, die in der kommenden Woche mit Wartehäuschen und irgendwann auch mit dynamischen Fahrgastinformationssystemen ausgestattet werden sollen.

Eine Querungshilfe verhindert künftig, dass Autos an haltenden Bussen vorbeiziehen können. Ebenfalls dem Schutz von Fußgängern dienen die neuen Sicherheitsbügel, die in der Unterführung Richtung Landsberied Gehsteig und Fahrbahn trennen. Außerdem wurde die Unterführung mit einer Drainage ausgestattet, sodass es künftig bei Starkregen nicht mehr zu Überflutungen kommt.

Kurz hinter dem Ortseingang zwingt eine neu positionierte Verkehrsinsel Autofahrer ab sofort zum Abbremsen, wobei bereits auf Höhe des Bahnhofs – also noch außerorts – Tempo 30 gilt und kurz hinter dem Ortsschild eine Begrenzung auf Tempo 40 einsetzt.

Bei Gesamtkosten in Höhe von 1,25 Millionen Euro erhält die Gemeinde einen staatlichen Zuschuss von knapp 400 000 Euro. Gerechnet hatte man mit deutlich mehr, doch der Freistaat habe die förderfähigen Kosten um ein Drittel heruntergerechnet, berichtete Bürgermeister Totzauer. Hinzu kam eine allgemeine Kürzung von Zuschüssen für Straßenbaumaßnahmen.

Ungeplant muss die Gemeinde nun noch 300 Euro drauflegen – für ein neues Ortsschild. Das alte, das für die Dauer der Arbeiten abmontiert worden war, wurde vor wenigen Tagen von der Baustelle gestohlen – mitsamt Mast und Betonsockel.

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