Thüringer Finanzministerium gibt Steuerschätzungen an
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Wegen der Corona-Krise rechnet Schöngeising mit einem Nachtragshaushalt. 

Wegen Corona-Krise 

Nachtragshaushalt in Sichtweite

  • Ulrike Osman
    vonUlrike Osman
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Die Gemeinde  Schöngeising hat ihren Haushalt verabschiedet. Doch ob sich die Finanzen im Zuge der Corona-Krise so darstellen werden wie erwartet, ist offen.

Schöngeising – Kämmerin Kerstin Pentenrieder stimmte die Räte darauf ein, dass im Herbst ein Nachtragshaushalt fällig werden könnte.

Im Verwaltungshaushalt bewegt die Gemeinde heuer knapp vier Millionen Euro, für Investitionen sind rund 1,9 Millionen Euro vorgesehen. So steht es zumindest auf dem Papier. Die Zahlen auf der Einnahmeseite sind aber womöglich schon nicht mehr aktuell. „Die wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Krise auf die Gewerbesteuer können wir noch nicht abschätzen“, so Pentenrieder. Sie rechnet aber damit, dass örtliche Firmen bald eine Senkung der Vorauszahlungen beantragen werden. Noch schwieriger werde das kommende Jahr werden, da auch die Einnahmen aus der Einkommenssteuer sinken dürften, warnte die Kämmerin. Sie riet, alle nicht dringenden Ausgaben zu verschieben. Sollte der Haushalt dennoch im Laufe des Jahres in eine Schieflage geraten, werde aus der Kämmerei ein Nachtragshaushalt angeregt werden.

„Wir werden massive Einbußen haben“, befürchtete Gabriele Kuhnke (CSU). Weniger pessimistisch zeigte sich Gewerbereferent Thomas Betz (FW). Die Hauptgewerbesteuerzahler in Schöngeising seien von der Krise nicht so stark betroffen. „Das normale Handwerk hat kein Problem, und Gastronomie ist bei uns kein Schwerpunkt.“

Bürgermeister Thomas Totzauer (FW) erklärte, für die anstehenden größeren Baumaßnahmen seien die Mittel vorhanden. Die Vorarbeiten für den Umbau der Bahnhofstraße haben begonnen, ebenso der Umbau des Wertstoffhofs. Hier zahlt die Gemeinde lediglich einen Anteil von 10 000 Euro, den Rest übernimmt der Landkreis.

Da sich der Start des geplanten E-Carsharings verzögert, fallen die Leasingkosten für das Auto noch nicht an. Die Auslieferung des E-Autos verzögere sich, weil die Produktion ruht, so Totzauer. Wilhelm Hörger (FW) fragte sich, ob die Bürger ein kommunales Leih-Auto aus Angst vor einer Corona-Infektion derzeit überhaupt nutzen würden. Fraktionskollegin und Ärztin Andrea Alverdes konnte in dieser Hinsicht beruhigen. „Das Infektionsrisiko über Gegenstände ist am geringsten.“ 

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