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Schöngeisinger Gemeinschaftshaus soll 2021 fertig sein

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Bauhandwerk
Das Schöngeisinger Gemeinschaftshaus soll 2021 fertig sein. © Symbolfoto: dpa / Lino Mirgeler

Sporthalle, Veranstaltungsraum, Begegnungscafé – all das soll im Schöngeisinger Gemeinschaftshaus Platz finden. Eröffnung soll im Jahr 2021 sein.

Schöngeising – Bürgermeister Thomas Totzauer (FW) möchte 2019 die Eingabeplanung auf den Weg bringen, 2020 bauen und das Gebäude 2021 eröffnen. „Das ist mein Wunsch ans Christkind“, sagte der Rathauschef bei der Bürgerversammlung im Kinderhaus.

Der Veranstaltungsort war mit Bedacht gewählt, sollten die rund 60 gekommenen Bürger doch den in diesem Jahr abgeschlossenen Anbau kennenlernen. Der Ess- und Multifunktionsraum steht für gemeindliche Veranstaltungen zur Verfügung, auch wenn man diese Nutzungen auf zwei bis drei im Jahr beschränken wolle, so Totzauer in seinem rund 90-minütigen Bericht.

Verzögert haben sich der Ausbau des P&R-Platzes und die Umgestaltung der Bahnhofstraße – nicht zuletzt, weil ein Förderantrag der Gemeinde abgelehnt wurde. „Wir müssen nachbessern“, berichtete Totzauer. Um die Sicherheit der Radfahrer zu erhöhen, fordern die Zuschussgeber ortseinwärts einen klar von der Fahrbahn abgegrenzten Schutzstreifen. Ortsauswärts Richtung Bahnhof will die Gemeinde einen Geh- und Radweg bauen.

Weitergebaut werden müsste auch der Radweg vom Jexhof nach Schöngeising, wie Totzauer später in der Diskussion auf eine Bürgerfrage sagte. Weil aber einige Eigentümer an der stark frequentierten Strecke keinen Grund hergeben wollen, stagniert das Projekt. Es gehe lediglich um 200 bis 400 Quadratmeter, die fehlen. Man könne nur immer wieder das Gespräch mit den Eigentümern suchen „und hoffen, dass die Einsicht kommt“.

Um die Verkehrssicherheit im Ort insgesamt zu erhöhen, denkt Totzauer über die schrittweise Einführung von Rechts-vor-Links-Regelungen nach – in seinen Augen die einzige Möglichkeit, dass Tempo-30-Limits eingehalten werden. Losgehen könnte es mit der Römerstraße.

Im Rahmen der Friedhofssatzung sollen sowohl die Gebühren als auch die Grabgestaltung flexibler werden. Immer wieder würden Wünsche an die Gemeinde herangetragen, die nach der bestehenden Satzung nicht genehmigt werden könnten, etwa Grabsteine aus Glas. Totzauer möchte mehr Vielfalt zulassen und die Möglichkeit anbieten, Gräber nach der Mindestruhezeit von zehn Jahren um kürzere Zeitspannen zu verlängern.

Ausbauen möchte der Rathauschef die Schulkinderbetreuung, um in Schöngeising auch Ferienzeiten abdecken zu können. „Wir sind in der Planungsphase. Eventuell können wir ab dem kommenden Schuljahr eine Ferienbetreuung anbieten.“

Finanziell steht die Gemeinde gut da. Totzauer rechnet damit, dass der Verwaltungshaushalt am Ende des Jahres mit einem Überschuss von 200 000 Euro abschließt, der für Investitionen zur Verfügung stehen würde. Aufgrund eines leichten Einwohnerzuwachses steigen die Einnahmen aus der Einkommenssteuer. Außerdem hofft Totzauer „auf eine deutliche Mehrung bei der Gewerbesteuer“.

All das stimmt ihn zuversichtlich, was die Realisierung des Gemeinschaftshauses angeht, auch wenn die Gemeinde sich dafür zum ersten Mal seit Jahren verschulden muss. „Es wäre fahrlässig, die günstigen Zinsen jetzt nicht auszunutzen.“ Totzauer rechnet mit Baukosten von gut drei Millionen Euro. Und gibt es Zuschüsse? Totzauer: „Wir müssen alles abklopfen. Ich glaube nicht, dass es keine Förderung gibt.“

von Ulrike Osman

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