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Mit kleinen Setzlingen wie diesen forsteten die fleißigen Helfer den Gemeindewald auf. Ob sie angewachsen sind, stellt sich im Frühjahr heraus. 

Aktion im Gemeindewald

Schöngeisinger pflanzen 200 Bäume an einem Vormittag

 Ran an den Spaten und raus in den Wald: Trotz ungemütlichen Novemberwetters rückte ein Grüppchen Freiwilliger zu einer Bürger-Pflanzaktion im Gemeindewald aus. 

SchöngeisingUmweltreferent Markus Pröll hatte sich zwar etwas mehr Beteiligung erhofft, war aber nach einem arbeitsreichen Vormittag dennoch zufrieden. Denn die Gruppe hatte geschafft, was sie sich vorgenommen hatte – nämlich 200 Bäume zu pflanzen.

In einem Teil des Gemeindewaldes waren vor einigen Jahren zahlreiche Fichten aufgrund von Käferbefall eingegangen. Es wurde mit Laubbäumen aufgeforstet, doch der größte Teil der Bäume wuchs nicht an. „Wir hatten einen Ausfall von über 80 Prozent“, erinnert sich Pröll. Woran das lag, konnte nie wirklich geklärt werden. Der Umweltreferent vermutet aber, dass das Wetter schuld war. „Wir hatten damals ein sehr trockenes Frühjahr.“

Nun also der zweite Versuch. 200 Buchen und Hainbuchen aus der Baumschule transportierte Pröll auf seinem Traktor in den Wald. Beim Kauf war auf Qualität geachtet worden – die Bäume sind aus zertifiziertem Saatgut gezogen. Wie beim ersten Anlauf sagte auch dieses Mal das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten eine Förderung zu.

Um Helfer für die Pflanzaktion zu mobilisieren, hatte der Umweltreferent im Vorfeld kräftig die Werbetrommel gerührt. „Wir haben Plakate im Dorfladen, in der Bäckerei und in den Schaukästen der Gemeinde aufgehängt“, berichtet der Schöngeisinger. Der Gartenbauverein warb per Rund-Mail unter seinen Mitgliedern um Freiwillige. Und schließlich ging Pröll auch noch in seiner Nachbarschaft von Haus zu Haus, um für die Aktion zu begeistern. Nach all der Mühe war er dann doch etwas enttäuscht, als sich zum vereinbarten Zeitpunkt nur acht Leute am Treffpunkt einfanden.

Den Helfern selber machte es nichts aus, dass sie so wenige waren. „Die Leute waren gut drauf“, berichtet Pröll. Ungefähr die Hälfte von ihnen kannte er bereits von Ramadama-Aktionen. „Doch es waren auch einige Neue dabei, das hat mich besonders gefreut.“ Ein paar Kinder waren ebenfalls mitgekommen, denen der Vormittag im Wald großen Spaß machte. Nach einer kurzen Einweisung ging es ans Graben. Nach knapp drei Stunden waren die 200 Bäume in der Erde – und die Helfer hatten sich die anschließende Brotzeit im Bürgerhaus redlich verdient.

Im Frühjahr will Pröll gemeinsam mit der für Schöngeising zuständigen Försterin kontrollieren, ob die Pflanzen diesmal angewachsen sind – oder zumindest der größte Teil. „Eine typische Ausfallrate wären zehn bis 20 Prozent.“ Sollte es so kommen, werden die betroffenen Bäume wiederum durch Nachpflanzung ersetzt.  os

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