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Hochwasser in Schöngeising im Jahr 2002

An der Amper

Schöngeisings Bürgermeister will ein Hochwasser-Konzept

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Das letzte Hochwasser durch einen Starkregen in Schöngeising ist zwar 16 Jahre her. Dennoch wird sich der Gemeinderat demnächst wohl über ein Konzept zum Schutz vor derartigen Ereignissen Gedanken machen.

Schöngeising – Im Jahr 2002 sorgten sturzbachartige Regenfälle letztmals für massive Überschwemmungen am Enterbruck in Schöngeising. Das Wasserwirtschaftsamt (WWA) ist aber nur für den Hochwasserschutz gegen eine über die Ufer tretende Amper zuständig. Das erklärte Florian Klein vom Amt in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats. „Für den Schutz vor Hochwasser durch Starkregen ist die Kommune zuständig“, erklärte er weiter.

Allerdings muss Schöngeising die Kosten dafür nicht alleine tragen. „Es gibt ein Sonderförderprogramm, aus dem die Kommune bis zu 70 Prozent der Kosten erstattet bekommt“, so Klein weiter. Für Bürgermeister Thomas Totzauer (FW) war klar, dass man sich angesichts der Fördermöglichkeit „zur Aufgabe setzen sollte, entsprechende Maßnahmen zu ergreifen“.

Anders sieht es beim Flusshochwasser aus. Das WWA und die Stadtwerke Fürstenfeldbruck nehmen derzeit eine Überprüfung der Wasserkraftanlage vor. Anfang 2019 werden die Ergebnisse erwartet. Außerdem bietet das WWA im Jahr 2020 Beratungsgespräche mit den Gemeinden an, in deren Rahmen das Hochwasserrisiko bewertet wird. Anschließend sollen gegebenenfalls Schutzmaßnahmen eingeleitet werden.

Vermessungen der Amper in Schöngeising oberhalb des Wehres wurden 2018 bei der Überprüfung vorgenommen. „Die Auswertung läuft derzeit“, sagte Klein. Für den Bereich unterhalb des Wehres sind Vermessungen erst wieder 2019 angesetzt.

Anton Schmölzl (CSU) und Markus Pröll (SPD) sind davon nicht besonders begeistert. Schmölzl wies darauf hin, dass der Stausee beim Enterbruck stark verschlammt ist. „Bei einem Großereignis fehlen uns die Aufnahmekapazitäten.“ Pröll zeigte sich vom Zeitplan des WWA generell nicht begeistert. „Ein 100-jähriges Hochwasser wartet ja nicht unbedingt 100 Jahre, bis es wieder kommt.“ In anderen Dörfern mit kleinen Bächen werde vom WWA schon mehr gemacht, als in Schöngeising mit der großen Amper. Klein hielt dagegen, dass man sich bei solchen Entscheidungen schon etwas denke: „Eventuell ist in diesen Dörfern ja die Gefährdung höher als in Schöngeising.“

Ob der bestehende Damm entlang der Amper als Hochwasserschutz ausreicht, konnte Klein auf Nachfrage von Totzauer nicht beantworten. Das ergebe sich auch aus den Ergebnissen der Untersuchung, sagte er. Er geht davon aus, dass die Kosten die Stadtwerke tragen müssen, sollte der Damm erhöht werden müssen. Ein in der Sitzung anwesender Bürger berichtete indessen von möglichen Biberschäden am Damm. Totzauer erklärte, dass solche Vorfälle der Gemeinde gemeldet werden sollen. „Wir geben das dann an die zuständigen Stellen weiter“, sagte der Rathauschef.

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