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In Schöngeising

Volle Kraft voraus zum Gemeinschaftshaus

„Entspannter als in den Vorjahren“ stellt sich laut Kämmerin Kerstin Heldeisen heuer der Schöngeisinger Haushalt dar. Die Gemeinde verzeichnet steigende Steuereinnahmen und Schlüsselzuweisungen, plant allerdings auch höhere Ausgaben.

Schöngeising –  Insgesamt hat das Zahlenwerk ein Volumen von knapp fünf Millionen Euro. Nach Vorberatungen im Finanzausschuss hatte im Gemeinderat niemand mehr Einwände – der Haushalt wurde einhellig beschlossen.

Vor dem Eintritt in die Sitzung hatte das Gremium Gelegenheit, das Resultat der jüngsten Investitionen zu besichtigen – sprich, den Kinderhausanbau, für den mittlerweile die Betriebsgenehmigung vorliegt. Der in Weiß, Hellgelb und Hellgrau gehaltene Krippenneubau mit Spiel-, Ruhe-, Ess- und Mehrzweckraum, modernster Lüftungsanlage, Küche, Bad und Büro stieß bei den Gemeinderäten durch die Bank auf Anerkennung. Nun fehlt nur noch die Gestaltung der Außenanlagen, die bis Juni stattfinden soll.

Nach Abschluss des Kinderhausanbaus ist in den Augen Bürgermeister Thomas Totzauers (Freie Wähler/FW) nun der Weg frei für das nächste Großprojekt – das neue Gemeinschaftshaus. Nach den Sommerferien soll die Genehmigungsplanung auf den Weg gebracht werden, damit 2019 der Bau beginnen kann. Totzauer ist optimistisch, dass das Projekt für die Gemeinde finanzierbar ist.

Heldeisen warnte allerdings vor diversen Unwägbarkeiten, wie zum Beispiel potentiell sinkenden Schlüsselzuweisungen. „Mir ist wichtig, dass Sie die Risiken kennen“, so die Kämmerin an die Adresse des Gemeinderats.

Neue Trachten für Blasmusiker

Im laufenden Jahr ist die Lage Heldeisen zufolge erfreulich. Das liegt nicht zuletzt an einem Überschuss von 300 000 Euro, den die Gemeinde 2017 erwirtschaftet hat und der nun dem Vermögenshaushalt zugute kommt. Eine geplante Rücklagenentnahme sei deshalb heuer doch nicht nötig.

Darüber hinaus rechnet die Gemeinde mit steigenden Steuereinnahmen. Thomas Betz (FW) geht davon aus, dass fast das Doppelte der mit 100 000 Euro angesetzten Gewerbesteuer fließen wird.

Auf den letzten Drücker war in der Verwaltung ein Zuschussantrag der Blasmusik Schöngeising eingegangen. Die Musiker wünschten sich neben der üblichen Förderung von 1850 Euro eine Sonderzulage, da neue Trachten für die Musiker angeschafft worden waren. Kostenpunkt: 16 000 Euro. Betz unterstützte den Antrag. „Eine Erhöhung des Zuschusses wäre ein Zeichen der Solidarität und eine Würdigung der Arbeit der Blasmusik.“ Der Verein besitze zwar Rücklagen, diese seien jedoch für den Ausbau eines Probenraums vorgesehen. Wie hoch die Sonderzulage ausfallen sollte, hatten die Musiker offengelassen.

Totzauer schlug vor, zehn Prozent der Anschaffungskosten für die Trachten, also 1600 Euro, auf den Zuschuss draufzulegen und das Ganze auf 3500 Euro aufzurunden. So wurde der Posten in den Haushalt aufgenommen. (Ulrike Osman)

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