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Erhöhung am 1. Januar

Wasserpreis steigt, Abwasser-Gebühr sinkt

Es gilt das Prinzip linke Tasche, rechte Tasche. Die Gemeinde Schöngeising erhöht zum 1. Januar 2018 den Wasserpreis, sie will aber gleichzeitig die Gebühr für das Abwasser senken.

SchöngeisingAuf der einen Seite Erhöhung, auf der anderen Senkung: Dadurch soll die Mehrbelastung mindestens ausgeglichen werden – eventuell zahlen die Bürger unter dem Strich sogar etwas weniger.

Konkrete Zahlen liegen allerdings erst in Sachen Wasserpreis vor. Dieser steigt um 25 Cent auf 1,57 Euro pro Kubikmeter. Als Gründe nannte Bürgermeister Thomas Totzauer (Freie Wähler) unter anderem steigende Personalkosten und geänderte rechtliche Rahmenbedingungen. Um diesen gerecht zu werden, müssen die Bauhofmitarbeiter, die die Wasserversorgung betreuen, zu Wasserwarten weitergebildet werden. Für manche Aufgaben reicht selbst das noch nicht aus – in diesen Fällen muss die Gemeinde die Dienste eines externen Wassermeisters in Anspruch nehmen.

Anreiz zum sparsamen Umgang

Künftig ist ein 24-Stunden-Bereitschaftsdienst vorgeschrieben, den die beiden Bauhofmitarbeiter der Gemeinde nicht alleine leisten können. „Auch hier ist externe Unterstützung notwendig“, so Totzauer.

Der Gemeinderat einigte sich mehrheitlich darauf, am Verbrauchspreis zu drehen und nicht an der Grundgebühr – diese wird sogar um einen Euro gesenkt. Für den durchschnittlichen Vier-Personen-Haushalt soll das die günstigere Variante sein, während Großverbraucher, wie zum Beispiel Landwirte, die Erhöhung stärker spüren werden. Diese würden das Wasser jedoch letztlich gewerblich nutzen, so die Mehrheitsmeinung. Durch die Erhöhung der Verbrauchsgebühr wird generell auch ein Anreiz zum sparsamen Umgang mit Trinkwasser gesetzt.

Unter dem Strich soll ohnehin niemand mehr ausgeben müssen als bisher. Denn der Abwasserpreis soll sinken – und zwar mindestens um die 25 Cent, um die das Wasser teurer wird. Die neue Gebühr solle idealerweise für die kommenden zwei Kalkulationszeiträume von je drei Jahren gelten, wünscht sich Totzauer. „Wir möchten, dass der Preis über sechs Jahre konstant bleibt.“ Vermeiden wolle er eine zu starke Senkung, die dann wieder durch eine drastische Erhöhung ausgeglichen werden müsste.

Das Schöngeisinger Abwasser geht an die Kläranlage der Stadt Fürstenfeldbruck. Dort stehen offenbar in nächster Zeit keine großen Investitionen an. Konkrete Zahlen lagen noch nicht vor, so dass in Sachen Abwasser noch kein Beschluss fallen konnte. „Es wird aber auf jeden Fall günstiger“, versprach der Rathauschef. Auf der Abrechnung im ersten Quartal 2018 werden die Bürger die neuen Gebühren erstmals Schwarz auf Weiß sehen. (os)

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