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Zeitungen, Kartons Tüten: So sieht ein Wertstoffhof aus, wenn jeder versucht, seinen Müll noch unterzubringen. Sogar in die kleinen Öffnungen der Container-Deckel haben die Bürger ihr Altpapier gestopft.

Schon vor Weihnachten

Bestell-Trend sorgt für Müll-Chaos

Fürstenfeldbruck - Meterhoch türmten sich Papierstapel und Kartons, die Deckel der Container ließen sich nicht einmal mehr schließen: Dieses Bild bot sich den Besuchern, die am Vormittag des 24. Dezember am Volkfestplatz ihr Altpapier entsorgen wollten. Und das, obwohl die Müllabfuhr regelmäßig gefahren war.

Wer am 24. Dezember vormittags noch schnell Altpapier zum Wertstoffhof am Volksfestplatz bringen wollte, hatte das Nachsehen: Gegen 10 Uhr waren nicht nur die Tonnen übervoll, sondern auch auf dem Boden stapelte sich der Müll in Kisten, Schachteln und Tüten.

Dass sich nach den Feiertagen viele mit den Verpackungen der Weihnachtsgeschenke zu den Wertstoffhöfen aufmachen, ist ein bekanntes Problem. Den Grund dafür, dass in Bruck schon vor der Bescherung Land unter war, erklärt sich Barbara Steinmetz vom Abfallwirtschaftsbetrieb des Landkreises (AWB) mit einem anderen Phänomen. Denn viele Bürger würden ihre Weihnachtsgeschenke mittlerweile bei Online-Versandhäusern bestellen. Die geforderte Ware sei oft doppelt und dreifach verpackt – eine Menge Müll entsteht.

Braunes Papier weg, buntes Papier drüber

Dann kommt das große Umpacken: Das bestellte Geschenk wird von den hässlichen braunen Kartons, Papierschnipseln, oder auch der Plastikfolie befreit und in hübsches Geschenkpapier gehüllt. Weil den Müll keiner zu Hause haben will und weil diesmal vier Ruhetage am Stück vor den Bürgern lagen, hätten wohl viele noch vorher entsorgt.

An stark frequentierten Wertstoffhöfen wie dem am Volksfestplatz würden die Altpapier-Container drei Mal pro Woche geleert. „Normalerweise ist das genug“, sagt Barbara Steinmetz. Aber es gebe Ausnahmen, gibt sie zu. Ein Wertstoffhof könne beispielsweise überfüllt sein, wenn jemand auf einen Schlag viele Möbel kaufe und die Pappe oder alten Hausrat entsorge. Deshalb gibt es einige Mitarbeiter, die immer wieder vor Ort nachsehen, ob zum Beispiel zusätzliche Container notwendig sind.

Wird es bald noch voller?

Auch wenn beim AWB Hinweise eingehen, dass es mit einem der etwa 280 Wertstoffhöfe im Landkreis ein Problem gibt, sind die Mitarbeiter im Einsatz und sehen sich die Situation an.

„In den kommenden Tagen wird an den Wertstoffhöfen ziemlich viel los sein“, weiß Barbara Steinmetz schon jetzt. Denn nach den Feiertagen und dem Wochenende stapelt sich wohl bei vielen der Müll. Bisher seien aber noch keine Beschwerden eingegangen, sagt Barbara Steinmetz. Die Altpapiercontainer am Volksfestplatz wurden zwei Stunden, nachdem das Foto entstanden war, gegen 12 Uhr, ganz regulär vom AWB geleert. (Maria-Mercedes Hering)

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