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900 Schüler basteln ab heute an ihrem Abitur

Lkr Fürstenfeldbruck - Für 900 Abiturienten in der Region beginnt heute das schriftliche Abitur. Erstmals gibt es bundeslandübergreifende Aufgaben.

Landkreis - In Mathematik etwa können die Schüler wählen, ob sie Teilaufgaben ohne Hilfsmittel wie Taschenrechner bearbeiten, dafür aber mehr Zeit haben. „Das ist für uns ein organisatorischer Aufwand“, erklärt Oberstufenkoordinatorin Angelika Schmöller vom Olchinger Gymnasium. Denn an die taschenrechnerlose Gruppe werden die Geräte später ausgegeben, wenn der erste Teil bearbeitet ist. „Wir haben das so gelöst, dass wir die Turnhalle in zwei Bereiche teilen.“ 113 interne und vier externe Schüler legen in Olching das Abitur ab.

Um Mathe und Deutsch kommt niemand herum, die Wahl haben die Abiturienten beim dritten schriftlichen Fach und beim Kolloquium. Wenig beliebt mündlich sind in Olching die Naturwissenschaften, Kunst wird gerne gewählt. „Dass man da wenig lernen muss, ist aber ein Trugschluss“, sagt Schmöller. Sie fiebert mit den Schülern mit. „Ich will ja, dass mein Kurs der beste ist“, sagt sie und lacht.

Am Brucker Viscardi-Gymnasium ist Schulleiter Walter Zellmeier zuversichtlich, dass die 115 Prüflinge die Herausforderung meistern. „Bei einer Probeklausur im Herbst hat man gesehen, dass das Leistungsniveau passt.“ Genauso gespannt auf die Aufgaben wie die Schüler seien die Lehrer. „Sie wollen natürlich, dass sie ihre Schüler gut vorbereitet haben.“

Seine Kollegin vom Brucker Graf-Rasso-Gymnasium, Doris Hübler, drückt 109 Prüflingen die Daumen. Neben den Pflichtfächern haben diese vor allem eine Fremdsprache gewählt. „Der Favorit ist Englisch.“ Sie freut sich, dass die Rahmenbedingungen ideal sind. „Ich kann mich an ein Jahr erinnern, als es wahnsinnig heiß war. Kaum war das Abitur vorbei, wurde es kalt.“ Einen Tipp für die Deutschprüfung hat sie auch noch: „Auf keinen Fall in Panik verfallen, lieber dreimal durchschnaufen und die Aufgabe nochmal in Ruhe lesen.“

In Puchheim können sich das heute rund 85 Abiturienten zu Herzen nehmen, in Gröbenzell sind es 123 Prüflinge. Gröbenzells Vize-Schulleiter Boris Hackl hat festgestellt, dass die meisten guter Dinge sind. Als drittes schriftliches Fach sind Englisch, Französisch und Spanisch beliebt, als Kolloquiumsfach ist neben Geographie Kunst gefragt. Hackl rät: „Das wichtigste ist, sich auf seine eigenen Stärken zu besinnen und ruhig zu bleiben.“

Am Carl-Spitzweg-Gymnasium greifen heute 129 Schüler zum Stift, zudem betreut das Germeringer Gymnasium 20 Jugendliche von der Rudolf-Steiner-Schule in Gröbenzell. Für CSG-Direktor Georg Gebhart ist es das elfte Abitur an seiner Schule. „Früher war Geschichte als drittes Fach gefragt, heuer sind es eher Geographie, Religion oder Ethik.“ Damit die Abiturienten ungestört arbeiten können, werden die anderen Schüler heute ins Museum oder zum Wandern geschickt. Denn am CSG läuft heute auch noch die Einschreibung für die fünften Klassen.

Am Max-Born-Gymnasium ebenfalls in Germering sind es heuer 114 Abiturienten. Bei der Wahl der Fächer herrscht eine bunte Mischung. „Wir haben sogar jemanden, der als drittes Fach Sporttheorie gewählt hat“, sagt Direktor Robert Christoph. Die MBG-Schüler können bei den Prüfungen in ihrem gewohnten Umfeld bleiben. „Bei uns wird in den Klassenzimmern geschrieben“, sagt Christoph. „Wir brauchen zwar viel mehr Aufsichten, aber für die Schüler ist es ruhiger.“

Am Rhabanus-Maurus-Gymnasium in St. Ottilien machen sich 85 Jugendliche ans Werk. Mündliche Prüfungen können die Gymnasiasten sogar in Chinesisch ablegen, berichtet Direktor Michael Häußinger. „Heuer sind es 15 Schüler in Chinesisch und zehn in Italienisch.“ Die Stimmung sei gelassen. „Wir bieten in den Osterferien spezielle Vorbereitungsgruppen an. Das hilft.“

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