Wird die Fassade noch lange so aussehen? Das Schuhhaus Raab an der Dachauer Straße ist insolvent.

Jurist soll Unternehmen retten

Insolvenz: Zukunft von Schuhhaus Raab ungewiss

Fürstenfeldbruck – Die Geschäfte des Schuhhaus Raab laufen offenbar sehr schlecht. Das Münchner Traditionsunternehmen geht in die Insolvenz. Auch die Brucker Filiale ist betroffen.

 „Momentan geht der Verkauf normal weiter“, sagt Sebastian Brunner, Sprecher des zuständigen Insolvenzverwalters Michael Jaffé über das Brucker Geschäft. Der Münchner Rechtsanwalt Jaffé soll den Betrieb wieder auf eine tragfähige Basis stellen. Der Jurist ist sehr erfahren, er war unter anderem auch für das Insolvenzverfahren des Medienkonzerns KirchMedia zuständig.

Nun soll er auch das Brucker Haus retten, das wie die anderen Filialen wegen des Internet-Handels unter Druck geraten war. Umsätze seien weggebrochen, während die Kosten für Mieten und Löhne stiegen, so die Verantwortlichen.

In den vergangenen Wochen waren in Bruck bereits die Kinderschuhe abverkauft worden. Ein großes Schild mit der Aufschrift „Räumungsverkauf“ hatte darauf hingewiesen. Das habe zu Irritationen in der Bevölkerung geführt, sagt Sprecher Sebastian Brunner. Denn die Schuhe seien nicht wegen des Insolvenzverfahrens veräußert worden. „Das war schon zuvor geplant.“

Der Grund: In dem Brucker Geschäft wird die Abteilung für Kinderschuhe aufgelöst. Man hatte gemerkt, dass diese nicht gut angenommen werden. „Deshalb nehmen wir sie aus dem Sortiment“, so Brunner. In dem Gebäude an der Dachauer Straße werden nun kleinere Umbaumaßnahmen vorgenommen.

Die Löhne für die drei Mitarbeiter seien bis April in voller Höhe gesichert, sagt Brunner. Diese werden durch das Insolvenzgeld vorfinanziert. „Danach müssen wir sehen, wie sich die Gespräche mit den Geldgebern entwickelt haben“, erklärt der Sprecher des Rechtsanwalts-Büros. Momentan arbeite man an dem Sanierungskonzept. „Im April wissen wir mehr.“  (vu)

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