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Fleischerei - Aufschnitt: Beispielfoto

Verpflegung in Gröbenzell

Schulkinder dürfen weiter Schweinefleisch essen

Schweinefleisch sollte eigentlich vom Speiseplan der Ährenfeldschule verbannt werden. Dies hatte eine Kommission aus Vertretern des Gemeinderates, Elternbeirats, den Betreuungseinrichtungen an der Schule und der Rathausverwaltung vorgeschlagen. Doch im Gemeinderat stieß diese Idee auf heftigen Widerstand.

Gröbenzell – Eine Pizza mit einem Schinkenblatt oder Schinkennudeln waren Gerichte, die Peter Falk (SPD) den Schülern keinesfalls vorenthalten wollte. Zwar betonte Klaus Coy (FDP): „Ich habe kein Problem, wenn kein Schwein in der Schule auftaucht.“ Ein komplettes Tabu fand aber keine Zustimmung. Der Gemeinderat legte fest, dass weiter Schweinefleisch angeboten wird. Für Kinder, die zum Beispiel aus muslimischen Familien stammen, könnten die Eltern es dann ja abbestellen, erläuterte Bürgermeister Martin Schäfer (UWG).

Gesucht wird nun ein Caterer, die Ausschreibung läuft europaweit. Den Gemeinderäten lag ein Leistungsverzeichnis vor, was den Schülern in Zukunft mittags zum Essen angeboten werden soll. Knapp 32 000 Mittagessen muss der Caterer künftig nach Gröbenzell liefern. Zwei Punkte waren der Kommission wichtig: Qualität und Preis. Wie hoch dieser sein wird, ist noch offen und abhängig von der Firma. Momentan zahlen die Ganztagsschüler vier Euro für ihr Mittagessen. Geeinigt hatte man sich, dass der Bioanteil 20 Prozent für Teigwaren und Molkereiprodukte betragen soll. Martin Runge (Grüne) war dies zu wenig. Er stimmte dann auch gegen das Leistungsverzeichnis. Doch die Schulreferentin Anita Rieger (CSU) machte klar: „Die Eltern schauen auf den Preis.“ Hundert Prozent Bio sei nicht durchsetzbar. Dabei blieb es dann auch.  sus

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