Einen Silber-Pilz pflückt Martin Smolinski regelmäßig von der Sandbahn in Dingolfing. tb.foto: breu

Speedway

Smoli zieht Heim-Ticket via Ungarn

Olching – Dass sich der Lokalmatador erst fürs Rennen dahoam qualifizieren musste, war ohnehin schon schwammig genug. Auf Umwegen über Ungarn hat Speedway-Matador Martin Smolinski aber das Ticket für das alljährliche Mai-Spektakel in seiner Olchinger Heimatstadt in der Tasche.

Die Qualifikation zur Europameisterschaft in Debrecen (Ungarn) war der erwartet spannende Krimi. Nach sechs Punkten aus drei Rennen war Martin Smolinski noch planmäßig dabei, verpasste es aber, sich frühzeitig abzusetzen. So lag er am Ende mit Eduard Krcmar (Tschechien) und Peter Ljung (Schweden) punktgleich auf Platz eins. Das Weiterkommen zur EM-Challenge am 26. Mai hatte das Trio somit sicher, im Stechen ging es lediglich noch um den Tagessieg, den Smolinski dann als Zweiter verpasste. Den Grund hat er schon analysiert: „Den möglichen Sieg habe ich verschenkt, weil ich die Außenlinie testen wollte.“

Über Nacht ging es dann von Ungarn wieder zurück nach Deutschland. Pünktlich zum Start, aber ohne Trainingsmöglichkeit auf der Sandbahn in Dingolfing, war Smolinski dann nach einem dritten Platz im Auftaktlauf nicht mehr zu halten. Alle weiteren Rennen gewann er souverän und nahm seinen insgesamt dritten Pokal aus Dingolfing mit: den wegen seiner eigenwilligen Form sogenannten silbernen Schwammerling.

Bevor er sich nun vor heimischer Kulisse in Olching für die Europameisterschaft qualifizieren will – der Motorsportclub kurbelte gleich nach Bekanntwerden des Abschneidens in Ungarn den Kartenvorverkauf an –, hat Smolinski noch weitere Pflichtübungen zu erfüllen. So bereits am Donnerstag auf seiner zweiten Heimatbahn in Landshut. Der Kapitän des dortigen Bundesliga-Teams tritt am 5. Mai an der Seite des Dänen Nikki Petersen beim zweiten Rennen der Best-Pairs-Serie an. Nach dem vierten Platz bei der Auftaktveranstaltung in Polen will Smolinski nun seine Bahnkenntnisse nutzen: „In Landshut müssen von meiner Seite her mehr Punkte kommen. Nicki hat einen fantastischen Job in Torun geliefert. Jetzt liegt es an mir, ihn mehr zu unterstützen, dann ist auch mehr für uns drin.“

In Landshut werden am 5. Mai nicht nur die Superstars der Speedwayszene ihr Stelldichein geben, auch abseits der Piste wird ein zünftiges Vatertagsprogramm geboten. Nach dem Rennen am Vatertag wird Martin Smolinski bereits am Samstag hoch im Norden in der Nähe von Borkum beim Master of Speedway in Moorwinkelsdamm an den Start gehen. Auch dort muss er seinen Vorjahressieg verteidigen.

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