Michael Schrodi

In Schwandorf entscheidet sich die Berliner Zukunft eines Olchinger SPD-Politikers

Olching - Zieht er demnächst nach Berlin um? Wenn eine SPD-Abgeordnete Landrätin in Schwandorf wird, rückt Michael Schrodi in den Bundestag nach.

Es war denkbar knapp bei der Wahl im September. Am Ende hatte es dann doch nicht gereicht. Obwohl der Wahl-Olchinger mit politischen Wurzeln in Gröbenzell persönlich ein gutes Ergebnis einfuhr, verpasste Michael Schrodi den direkten Einzug in den Bundestag - auch wegen des schwachen Abschneidens der Bayern-SPD. 22 Abgeordnete durften die weiß-blauen Genossen stellen. Schrodi stand auf Listenplatz 23.

Die Chancen, wie die Germeringer Grünen-Kandidatin Beate Schmid-Rosenheimer vor zwei Jahren als Nachrücker nach Berlin zu kommen, waren aber schon mal gesetzt. Doch dass es so schnell eine Steilvorlage geben würde, damit hat der ehemalige Bayernliga-Fußballer nicht gerechnet. Bereits im Frühjahr könnte der 36-Jährige sein eigenes Abgeordnetenbüro in der Hauptstadt beziehen. Die Räume beansprucht derzeit noch die Schwandorfer Vize-Landrätin Marianne Schieder. Sie hatte bei der Bundestagswahl auf der Bayernliste ein Direktmandat für einen Sitz im Bundestag errungen. Nun will sie aber daheim den aus Altersgründen scheidenden Landrat und Parteikollegen Volker Liedtke beerben. Die Oberpfalz und speziell Schwandorf sind seit den Atomkraftwerksplänen in den 1970er-Jahren im nahen Wackersdorf eine SPD-Hochburg. Schieder gilt dort als Favoritin für die Wahl zur Landrätin. Dann müsste sie aber ihr Bundestagsmandat abgeben. Schrodi wäre der Nutznießer.

Nach Tagblatt-Informationen hat Schieder bereits telefonisch Kontakt mit ihm aufgenommen. Der Lehrer am Brucker Viscardi-Gymnasium lässt sich aber noch auf keine Spekulationen ein: „Ich sehe der Sache vollkommen gelassen entgegen.“ Schließlich war mit dem Gröbenzeller Peter Falk vor knapp vier Jahren schon einmal ein mit ähnlichen Chancen gehandelter SPD-Nachrücker gescheitert. Damals gab eine Landratswahl in Wunsiedel den Ausschlag.

Egal, ob es mit Berlin nun klappt oder nicht, aufs Frühjahr 2014 freut sich Michael Schrodi auf jeden Fall: Seine Gattin erwartet im April das zweite Kind.

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