Bundeswehr-Hubschrauber in Mali abgestürzt

Bundeswehr-Hubschrauber in Mali abgestürzt
Seehofer vor dem Fürstenfelder-Schild auf dem Weg zum Basis-Dialog. tb-Foto

Große Bandbreite an Themen

Seehofers Fürstenfeld-Dialog mit der CSU-Basis

Fürstenfeldbruck – Dreieinhalb Stunden lang hat Horst Seehofer als CSU-Vorsitzender am Samstag in Fürstenfeld mit der Partei-Basis über die ganze Bandbreite aktueller Themen diskutiert.

Am Ende sei er mit großem Beifall verabschiedet worden, berichtete der Stimmkreisabgeordnete Reinhold Bocklet am Sonntag auf Anfrage. An dem nicht-öffentlichen Treffen im Stadtsaal nahmen CSU-Vertreter aus Bruck, aber auch München, Landsberg und Dachau teil. Die Aussprache ist Teil einer Gesprächsreihe, die Seehofer mit der Basis führen will. Ein erster Termin hatte bereits in Wolfratshausen stattgefunden.

Natürlich sei die Flüchtlingskrise auch in Bruck ein Thema gewesen, hieß es hinterher. Angesprochen auf die Pläne für die Unterkunft am Fliegerhorst und darauf hingewiesen, dass eine solche Einrichtung für eine Klein-stadt doch eine gewisse Herausforderung darstelle, habe Seehofer zugesagt, sich selbst mit allen Einzelfällen in den bayerischen Planungen zu befassen. Gemeinden, die schon Verpflichtungen für jetzt doch nicht mehr gebrauchte Unterkünfte eingegangen seien, sollten nicht darauf sitzen bleiben, habe Seehofer außerdem in diesem Zusammenhang angekündigt.

Angesprochen hier des weiteren: Die Klage gegen die Bundesrepublik wegen des Flüchtlingszustroms. Wenn die Begrenzung nicht funktioniere, werde sie tatsächlich eingereicht, wird Seehofer zitiert. Mit der Klage-Drohung habe die CSU im Moment ihr Ziel aber ja erreicht.

Der Dialog auch zu Themen wie Rente, Ü-Klassen und Digitales sei insgesamt sehr gut angekommen, berichtete Landtagsvize-Präsident Bocklet am Sonntag. „So etwas müsste man jede Woche machen“, zitierte er mehrere Mitglieder. Mit Blick auf die herannahenden Wahlen habe Seehofer eine klare Marschrichtung vorgegeben, berichtete Bocklet außerdem: Erst sollen die Kandidaten für den Bundestag benannt werden und erst hinterher soll der Landtag auf die Agenda.

Seehofer habe nach dem Treffen sogar überlegt, als Ministerpräsident für die breite Öffentlichkeit solche Gespräche anzuberaumen, erzählte Bocklet. Dies um dem Vorwurf entgegen zu treten, die Politik höre den Leuten nicht zu und habe keine Zeit für sie.

Dass bei dem Dialog keine Presse zugelassen war, habe nicht daran gelegen, dass Geheimnisse besprochen würden, hatte es übrigens im Vorfeld schon geheißen. Grund sei demnach eher der Wunsch gewesen, niemanden zum Schaulaufen zu verführen. (st)

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