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Jetzt geht's los: Martina Stiebert aus Bruck kauft eine Liftkarte bei Dieter Schlederer.

Betrieb in Landsberied läuft auf Hochtouren

Sein Hobby ist der Skilift

Landsberied - Viele haben sehnsüchtig auf den Schnee gewartet. Jetzt ist er da – und auf dem Filzberg bei Landsberied läuft der Skilift auf Hochtouren. Betreiber Dieter Schlederer freut’s.

Dieter Schlederer kommt in seinem Holzhütterl am Lift fast nimmer nach: Quasi am laufenden Band locht er Skipässe und achtet darauf, dass es nicht stockt an seiner Talstation.

Er ist seit Jahrzehnten Überzeugungstäter, wenn es um Schlepplifte in der Region geht: Jahrelang betrieb er den Lift zwischen Alling und Gilching, daneben zwei weitere bei Leutstetten, im Nachbarlandkreis Starnberg – und seit den 1970er-Jahren auch den Landsberieder Lift.

Gut geschleppt: Der Babsi-Lift wurde nach der Tochter des Betreibers benannt.

„Ich bin im Sommer im Brucker Landkreis spazieren gegangen und hab Ausschau gehalten nach einem schönen, passenden Hang“, erzählt der 77-Jährige aus München-Neuaubing. Lange musste er suchen, bis er am Filzberg, einem Hügel am Waldrand zwischen Landsberied und Schöngeising fündig wurde „Dort hab ich schließlich für meine Tochter Barbara den Babsi-Skilift aufgebaut“, erzählt Schlederer.

Die Tochter ist quasi an dieser Piste aufgewachsen. Mittlerweile ist sie 48 Jahre alt, und ihr Sohn kurvt fleißig den Filzberg hinunter. Der Lift vom Opa zieht ihn immer wieder hoch. „Bis vor zehn Jahren bin ich selbst noch wie verrückt Ski gefahren“, erzählt Dieter Schlederer.

Doch mittlerweile wurde er zweimal an der Bandscheibe operiert und sitzt seither doch lieber gemütlich im Skihütterl am Fuße des Landsberieder Hügels. Von dort aus schaut er dem bunten Treiben zu. 15 Fahrten gibt’s für fünf Euro, wer sich gleich 35 mal den Hang hochziehen lassen mag, zahlt dafür zehn Euro. Bei entsprechenden Bedingungen hat der Lift die ganze Woche über geöffnet – um zirka 18 Uhr werden die letzten Skifahrer den Hang hochtransportiert.

Rodel gut: Marga Kobsa und ihr Enkel Luca genießen den Filzhang.

Zu Schlederers Gästen zählen beispielsweise Marga Kobsa und ihr Enkel Luca (7). In strahlendem Sonnenschein genießen sie den Landsberieder Filzberg und das Glitzern auf der Schneefläche. „Endlich können wir Schlittenfahren, das müssen wir jetzt aber richtig ausnützen“, sind sie sich einig. „Pass auf die Skifahrer auf!“ ruft die Oma ihrem Enkel noch hinterher, während der ganz stolz auf seinem Weihnachtsgeschenk den Hang hinuntersaust.

von Angi Kiener

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