Seiner Heimat ein literarisches Denkmal gesetzt

Fürstenfeldbruck - Vor 80 Jahren ist der Schrittsteller, Lehrer und Komponist Ferdinand Feldigl verstorben

Vier Tage nach seinem 67. Geburtstag ist der populäre Hauptlehrer, Komponist und Schriftsteller am Ostermontag, den 9. April 1928 im"Schwalber-Haus" in Fürstenfeldbruck gestorben. Auf dem Alten Friedhof hat er seine letzte Ruhestätte gefunden.

. In Bayern gibt es drei Orte, die seinen Namen öffentlich in Erinnerung halten: In der Jachenau (Landkreis Bad Tölz/Wolfratshausen) ist es eine "Ferdinand-Feldigl-Schule", in Oberammergau (Landkreis Garmisch-Partenkirchen) eine "Feldigl-Gasse" und in der Kreisstadt die "Ferdinand-Feldigl-Straße." sowie das "Schwalber-Haus".

Das "Fürstenfeldbrucker Wochenblatt" widmete seinem Mitarbeiter am 10. April 1928 einen längeren Nachruf. Danach ist der Pädagoge nach eines "schrecklichen Todeskampf" an Magenkrebs "verhungert". In Bruck, wo sein Onkel Baptist Miller einmal Bürgermeister war, wirkte er von 1902 bis 1920 nicht nur als Lehrer, sondern erfuhr dort auch die Höhepunkte seines literarischen Schaffens.

Über die Beerdigung und den Trauergästen - darunter Ferdinand und Oskar von Miller - wird ausführlich drei Tage später berichtet. Die "Münchener Neuesten Nachrichten" vom 12. April erinnern an ihn mit einem Beitrag über sein Wirken in Oberammergau, wo er nicht nur von 1891 bis 1902 als Lehrer und Passionsdirigent tätig war und das Spiel in Text und Musik wesentlich beeinflusste.

Der "Bayerische Kurier" schrieb am 11. Juni "Ferdinand Feldigl zum Gedächtnis" über seine Liebe für Musik und Literatur, die er erst nach seiner Pensionierung richtig leben konnte.

"Geschichten für den stillen Herd" war 1927 sein letztes Werk von etwa dreißig Romanen, Büchern und sonstigen erschienenen Publikationen insgesamt. Darunter auch eine "Fürstenfeldbrucker Kriegschronik 1914/18" in zehn Bänden.

Ferdinand Feldigl wurde am 5. April 1861 in Landsberg/Lech geboren. Sein Vater war der ursprünglich in Bruck tätige und dann nach Landsberg berufene Stadtschreiber Johann Georg Feldigl. Die Mutter Magdalena war eine Schwester des Erzgießers Ferdinand Miller. Seine Ausbildung zum Lehrer erhielt er in Landsberg und Freising. 1883 erhielt er seine erste Festanstellung als Lehrer in der Jachenau. Aus dem Erbhof nahe der Schule holte er sich Maria Oswald zur Frau. Von den fünf Kindern wurden drei in der Jachenau geboren. Nach acht Jahren kam die Versetzung nach Oberammergau, wo er bis 1902 wirkte. Dann folgte die Versetzung an die Schule in Fürstenfeldbruck. Am 30. Januar 1920 wurde mit 59 Jahren in den dauernden Ruhestand versetzt.

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